Kunst auf Reisen

Kunst quer durch Europa

Wir trauern um ein Teammitglied

Das, wovor es jedem Freigängerhalter graut, ist eingetreten. Wir hätten nie damit gerechnet, denn unser Katerchen war so besonnen, vorsichtig und wachsam. Und dennoch ist es passiert:

Lucky ist jetzt bei unseren anderen lieben Tierseelchen im Himmel.

Sonntag Abend ist er noch, wie so oft, mit den Hunden und mir die Abendrunde gegangen. Das hat er immer sehr gerne gemacht. Dadurch wurde nicht nur sein Stromer-Radius etwas vergrößert, vermutlich fühlte er sich während den Abendgassigängen auch mindestens so groß wie Bella und Balu.
Und wie immer, kam er wieder mit nach Hause, aß noch was und ging, ebenfalls wie jeden Abend, für die Nacht raus. Genau darum haben wir seit Reisebeginn immer seinen Katzenkorb als Schutzhaus unter dem Lkw stehen, sowie eine Transportbox von Ivy offen und mit Decke ausgestattet. Außerdem kennt er den Unterbau von unseres Fahrzeugs bestens und weiß genau, wo er sich zusätzlich verstecken oder in Sicherheit bringen kann.

Also alles wie immer….. Nur dass er Montag Morgen nicht zum Frühstück nach Hause kam. Nachmittags fing ich an zu suchen und zu rufen. Dienstag postete ich Suchmeldungen in FB und ebay, machte Aushänge an Laternenmasten, sprach mit Nachbarn und Menschen, die mir in der Umgebung begegneten. Keine Spur von dem kleinen Mann.

Nach und nach bekam ich immer wieder Mitteilungen, dass er gesehen wurde. Nie weit von uns weg. Oft nur 50 – 100 m. Ihm ging es offenbar gut, war einfach nur am Frühlingsstromern und zu beschäftigt um sich zwischendurch mal zu Hause zu melden….. Wir waren etwas beruhigt….

Doch am darauf folgenden Sonntag rief mich eine junge Frau an und teilte mir mit, dass eine schwarze Katze auf den Gleisen läge…. Es stellte sich heraus, dass es unser Katzenmann war. Leider. Er hat in der Nacht offensichtlich auf den Schienen eine Maus beobachtet und die Gefahr des Zuges nicht erkannt.

Ich holte ihn nach Hause, damit sich unsere anderen Vierbeiner von ihm verabschieden konnten und wir beerdigten ihn im Garten von Detlefs Eltern.

So weh es tut und so schmerzlich es ist, ihn zu vermissen, wir sind glücklich, dass er 10 Jahre unser Leben begleitet und bereichert hat.
Dass er, zusammen mit Luna, Florian so viel Leben in die Bude brachte, ihm Gesellschaft leistete, kuschelte und zum lachen brachte.
Dass er immer für seine (Wurf-)Schwester da war, sie beschützte und putzte, und sie auch liebte, wenn sie die Chefin raushängen ließ.
Dass er Kessy beibrachte, dass Katzen auch mit Hunden kuscheln können.
Dass er Balu und auch Bella die Eingewöhnung erleichterte und mit ihnen spielte, knuffte, kuschelte und tobte, als ob er selbst ein kleiner Hund sei.
Dass er mich immer zwangsentschleunigte, denn wenn er küssen und kuscheln wollte, dann wollte er küssen und kuscheln.
Dass er tröstete, schmuste, Nähe suchte und gab, und zum Lachen brachte, ob man wollte oder nicht.

Lucky war auch mit uns auf Reisen und hat diese Zeit sehr genossen. Er hat so viele verschiedene Plätze, Wiesen, Wälder und Äcker gesehen, überall Freundschaften geschlossen und vor allem Mäuse, Mücken und was weiß ich noch, probiert. Ob die Mäuse überall anders schmecken? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hat er zusätzlich so viele Mäuse gefangen, das wir so manchen Morgen das Gefühl hatten, aus der Ivy auf einen Mäusefriedhof zu treten. Er hat sehr gut für seinen Familie gesorgt, wir brauchten nie das Gefühl haben, zu verhungern.

Mach es gut, schöner lieber schwarzer Mann. Wir vermissen dich sehr…

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