Kunst auf Reisen

Kunst quer durch Europa

Die große Reise

Unser Leben war schon immer sehr bewegt und geprägt von Veränderungen. Wir haben viel erlebt, viel gekämpft und oft von vorne angefangen. Aber eines gab es bei uns nie: Aufgeben.
Wir versuchen immer das Beste aus jeder Situation zu machen und den Fokus auf das, was möglich ist zu legen.

Auch gerade jetzt ist es wieder Zeit für eine Neuorientierung.  Und statt den Kopf in den Sand zu stecken, haben wir uns dazu entschlossen, uns unseren großen Lebenstraum zu erfüllen – der glücklicherweise der Lebenstraum von uns beiden ist.

Es ist schon sehr lange unser großer Traum, mit einem Wohnmobil durch Deutschland und Europa zu reisen: treiben lassen in den Hinterländern, Autobahnen meidend, fernab von Trubel und Touristen. Die Schönheiten der Natur genießen. Bleiben, wo wir es schön finden und weiterziehen, wenn es uns danach ist.

Wir möchten Adler in Nordspanien beobachten, an der Atlantikküste von Portugal und Frankreich entlang pendeln, schöne Landschaften in Albanien und Kroatien bewandern, Elche in Skandinavien bewundern, Elfen und Geysire auf Island entdecken, Nordlichter in Norwegen bei einem Glas Wein genießen, in Finnland saunen, in „Bullerbü“ (Schweden) Astrid Lindgrens Geschichten erspüren, in Irland die grünen Wiesen und das Mystische erleben, in Schottland Burgen und Schlösser besichtigen, in Italien Orangenplantagen und Olivenhaine genießen und vieles vieles mehr.

Wir möchten hier und da einheimische Menschen kennenlernen, die Mentalitäten erleben, Geschichten, Erzählungen und Erfahrungen sammeln….

Und gleichzeitig liegt es uns am Herzen anderen Menschen auch etwas zu geben:

Wir haben vor, dir mit unserem Reiseblog und den Fotos die Möglichkeit zu bieten, bei unserer Reise dabei zu sein.
Durch das Teilen unserer Erfahrungen erhoffen wir uns, vielleicht den einen oder anderen zu ermutigen, auch mal einen Schritt außerhalb der Komfortzone zu machen. Zeigen, dass es sich lohnt, Träume zu verwirklichen und zu leben. Ein Beispiel dafür bringen, dass das Leben immer Alternativen bereithält.

Vor Ort – z. B. auf Campingplätzen oder in privater Runde  – werden wir immer mal wieder Malkurse / Workshops als Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen anbieten. Wir möchten Kinder und Erwachsene ermutigen sich auszuprobieren. Egal ob ein Motiv nach Vorlage oder Seelenmalerei – malen kann so guttun, so erfüllen, beruhigen, verarbeiten. Mit den Malkursen und mit dem Verkauf unserer gemalten Bilder ist es unser Ziel, anderen Menschen einen Glücksmoment und etwas mehr Freude ins Leben zu bringen.


Das Leben ist ein einmaliges Angebot und darum möchte ich hier allen von ganzem Herzen danken, die uns bei der Erfüllung unseres Lebenstraumes unterstützen:

Danke

an Florian, der unsere Homepage erstellt hat, seiner Mutter mit unglaublicher Geduld immer wieder das „How-to-do“ erklärt, mit seinem Vater unzählige Technikdiskussionen führt, der immer viele tolle Anregungen und Ideen hat und auch unser größter Kritiker ist. Danke für deine tolle Unterstützung, dein Verständnis, deine Liebe.

Danke

an Sebastian, der immer ein offenes Ohr für die Ideen seiner Mutter hat, Gedanken zusteuert und ebenfalls jederzeit nicht nur für Technikfragen zur Verfügung steht. Danke auch dir für deine Hilfe, dein Verständnis und deine Liebe.

Danke

an Eva, Natalie, Hanna, Dr. Anna Kreyer, allen Freunden und Bekannten, die uns mit ihren Ermutigungen, Anregungen, Ideen in der Umsetzung unseres Traumes bestärkt haben

Danke

auch an Herrn Manfred Müller, der uns, viel viel mehr als großzügig, Malmaterialien geschenkt hat und uns so beim Malen und auch bei unserem Traum unterstützt.

Danke

an Denise Schäricke, Antje Grube, Claudia Lichtenthäler und allen Coaches und MasterMinderinnen, die uns bei unserer persönlichen Weiterentwicklung sowie bei der Entwicklung, Ausarbeitung und Umsetzung unseres Traumes unterstützt haben.

„Man bereut nie, was man getan hat,
sondern immer, was man nicht getan hat.” 

Marc Aurel
Day  281 22. March 2020 Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Reisestopp bis auf Weiteres

Detlef ist zwar mittlerweile wieder zu Hause, doch das Reisestopp hält an.

Erst bekamen wir vom Arzt ein NO! Detlef darf die nächsten Wochen noch nicht Reisen, da die Erschütterungen der Fahrerei nicht gut für seine Heilung wären.....

..... und dann kam zusätzlich Corona. Ein Virus, der Detlef nicht nur sehr gefährlich werden könnte, sondern der alle Reisenden mit voller Wucht ausbremst.

Also bleiben wir hier stehen - ich hoffe dass es so bleiben kann. Wir genießen die absolute Ruhe und Einsamkeit, die Frühlingssonne und den strahlend blauen Himmel ohne Wolken und halten großzügig zu Allem und Jedem Abstand.
Auch wenn Corona ein Szenario ist, welches unsere und auch die nachfolgenden Generationen noch nicht erlebt haben, lassen wir uns nicht die Lebensfreude nehmen. Wir leben im Hier und Jetzt und machen in dem derzeit möglichen Rahmen das, was uns gut tut oder sonst zu kurz kommt, denn trotz allem: Das Leben geht weiter....

.... und der Frühling kommt trotzdem

Day  258 28. February 2020 Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Reisestopp

Seit Anfang Januar stehen unsere Reisepläne auf Standby.

Aufgrund der Operation und den gesundheitlichen Komplikationen bei Detlef, bestand meine Reise nur aus der örtlichen Anpassung. Ich zog also mit unserer Ivy immer nur weiter, wenn Detlef verlegt wurde.

So stand ich während des "Lungenentzündungskrankenhausaufenthaltes" zwei Wochen in Andernach auf dem Wohnmobilstellplatz.
Eine sehr abwechslungsreiche Zeit, denn das Wetter war von strahlend blau und warm bis nass und trüb, begleitet mit Hochwasser.

Als Detlef dann zur Anschlussheilbehandlung nach Bad Ems verlegt wurde, packte ich ebenfalls unsere sieben Sachen und setzte nach Bad Ems auf den Wohnmobilstellplatz um.
Ein Heimspiel. Denn die, die uns schon lange kennen, wissen, dass wir beide hier aufgewachsen sind. Außerdem wohnt hier unser Ältester mit seiner Familie. So mache ich Spaziergänge mit der Familie, besuche unsere kleine Maus, genieße die Ruhe, lese und handarbeite....

Day  217 18. January 2020 Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Rübenacher Str. 170, Koblenz, Rheinland-Pfalz 56072, Deutschland

Momentaufnahmen

Zur Zeit ist unsere Reise auf Standby. Darüber habe ich in anderen Beiträgen berichtet.

Ich habe in dieser Zeit trotzdem ein paar Fotos gemacht, die ich nicht vorenthalten möchte......

Der Neujahrsmorgen begrüßte uns am Edersee mit Rehen 20m neben unserer Ivy, die leider schneller weg waren, als ich sie fotografieren konnte, da die Hunde sie auch sofort entdeckten und bellten.
Der Wald war so kurz nach Weihnachten noch mit Naturlametta geschmückt und so mancher Baum war anlehnungsbedürftig.

Wir laden den Frühling ein...

Während Detlef im Krankenhaus liegt, fahre ich mal einen Tag zum Krafttanken auf den Parkplatz "Hochleiblick Weiler" oberhalb Bad Salzig, und genieße die Aussicht. Wobei Aussicht fast die falsche Beschreibung ist. Denn der Nebel im Tal erzeugt das Gefühl, als sei ich über den Wolken.....

Wat mutt, dat mutt. Auch wenn unsere Ivy relativ autark ist, bei dem fehlenden Sonnenschein in den letzten Tagen (eher Wochen) komme ich nicht drum herum auch mal Strom aufladen zu müssen. Und Wasser wäre auch mal nötig. Also fahre ich für eine Nacht nach Urmitz am Rhein.
Heute morgen meint es die Sonne super gut mit mir und tut ihr Bestes, damit sich auch mein Akku etwas auflädt. Es fühlt sich an wie Urlaub am Meer......

Day  197 29. December 2019 34626, Neukirchen, Hessen, Deutschland

Komplexfreies Stehen

Steuert man einen Wohnmobilstellplatz an, weil man wieder Stromzufuhr braucht um das Akku zu laden, dann kann es passieren, dass man zwischen so einigen Luxuswohnmobilen landet.
So ist das jetzt uns passiert. Was heißt passiert....

Wir hatten uns schon im Vorfeld bei der Fahrtplanung den Reisemobilpark Urbachtal in Neukirchen ausgesucht. Ein sehr schöner, sauberer, gepflegter Platz mit vernünftigen Parzellen, denn unsere Ivy ist ja nicht gerade zierlich. Ein tolles Sanitiärgebäude mit großen Nasszellen und Regenduschen, Waschmaschine, Trockner, Lokalität, sehr netten Besitzern und Angestellten und einer eingezäunten Hundewiese. Definitiv empfehlenswert!

Und hier sind wir gestern Spätnachmittag angekommen. Der erste der ausstieg, war wie meist Lucky. Er hat sofort den Platz begutachtet. Luna ging sofort auf die Suche nach einem schönen Pi-Plätzchen. Als wir von unserer kleinen Hunderunde wieder kamen, reklamierten die beiden schwarzen Tiger, dass wir "soooooo lange wegwaren", denn es wäre ja "sooooo kalt" (stimmt, es herrschten und herrschen noch immer Minusgrade) und außerdem ständen beide kurz vor dem Hungertod.
Dann aber mal schnell rein und die Katzen vor ihren Mehrfachtoden gerettet.

Auf unserem Weg zum Sanitärgebäude, stellten wir fest, dass sich hier, neben einigen "normalen" Womos, auch so einige "Dickschiffe" versammelt haben. Morelos und andere 8 - 12 Meter lange Luxusfahrzeuge sind unsere Mitbewohner.
Und da soll man dann keine Komplexe bekommen....

Nö. Wir nicht. Unsere Ivy ist für uns die Schönste und Beste. Und hier definitiv das einzige selbst ausgebaute und somit individuellste Fahrzeug!
Wir wöllten Ivy nie gegen einen dieser Luxusdampfer tauschen. NIE!

Day  195 27. December 2019 Steinbach, Thüringen, Deutschland

Wir haben es überlebt

Wir haben auch keinen Schaden davon getragen. Es war halt total ungewohnt. Und nach ein bisschen meckern, fluchen und jammern, haben wir uns mit dem Zustand abgefunden und das Beste daraus gemacht.

Woraus? Aus 10 Tage fast internetfreier Zeit. Denn in Bad Ems funktionierte das o2-Netz nicht. Somit gab es keine Möglichkeit für Blog schreiben, Facebook, Recherche, Spotify, Netflix, oder was man sonst so alles im Netz macht. Nur Whatsapp tat notdürftig seinen Dienst. Da aber auch nur geschriebene Nachrichten. Fotos und Sprachnachrichten, geschweige denn Videos waren unmöglich.

Und was macht man dann? So ungewohnt analog?
Ganz einfach das, was wir machten, bevor es Internet gab: Gesellschaftsspiele, Lesen, Malen, Schreiben, Freunde und Familie treffen, noch mehr spazieren gehen, die so gewonnene Zeit für sich selbst nutzen und miteinander reden.
Wir machen das alles ja sonst auch, so unbekannt sind diese Tätigkeiten uns ja nicht. Jetzt wurde das ganze nur noch intensiver. Keine Ablenkung mehr durch ein piepsendes Handy.

Und für die Fahrtenplanung wurden statt Google Maps und Co tatsächlich wieder Papier-Straßenkarten zu Rate gezogen. Mache ich sowieso gerne. Von daher auch kein Problem.

Wir haben diese Zeit also unbeschadet überlebt. Trotzdem freuen wir uns, dass wir jetzt wieder Kontakt zur Online-Außenwelt haben....

Day  195 27. December 2019 Steinbach, 36448, Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Wiederholungstäter

Ja, wir sind seit gestern nachmittag schon wieder in Steinbach (Thüringen). Und auch, wenn es sich fast so anfühlt, als ob wir nur zwischen Koblenz und Steinbach hin und her pendeln, es ist dem nicht so.

Wir hatten schon im Herbst unserer lieben Freundin versprochen, sie nach Weihnachten noch einmal zu besuchen. Dieses Versprechen haben wir im Zuge unserer ersten Sternfahrt eingehalten.
Wir dürfen erneut bei Sebastian auf dem Werksgrundstück stehen, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Denn dort ist es ruhig, die Katzen entspannt der Mäusejagd nachgehen, wir haben es nicht weit bis zu unserer Freundin und von dort aus können wir schöne Spaziergänge starten, weil wir direkt auf Wiesen und Wegen sind. Also perfekt.

Day  184 16. December 2019 Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Erstens kommt es anders….

Manchmal nimmt man sich etwas vor und es kommt etwas dazwischen. Manchmal auch öfter. Und manchmal plant man endlich den Traum so richtig umzusetzen und dann ergibt es sich, dass man dieses Vorhaben nochmal aufschieben und bis dahin die Pläne umändern muss. Denn manchmal kommt es anders als man denkt....

Unser Plan war es, am 26.12. endlich unsere Auslandstour zu starten. Also nicht "nur" hier im heimatlichen Bereich rumzudümpeln.
Klar, wir leben unseren Traum schon zu einem großen Teil, da wir seit über einem halben Jahr in unserer Ivy leben und nicht mehr tauschen möchten. Wir vermissen nichts, alles passt, es harmoniert, alle Mitreisenden sind glücklich, wir suchen uns aus, wo wir "wohnen" möchten - halt alles im näheren Umkreis von Koblenz. Terminebedingt. Ist ja auch ok, denn es hat seinen Sinn.

Vor ein paar Wochen trafen wir dann die Entscheidung, dass es nun an der Zeit ist, den nächsten Schritt anzugehen und Deutschland vorerst zu verlassen. Am 26. sollte es losgehen, bis dahin hätten wir alles geregelt, alle Termine abgearbeitet. Wohin, das hatten wir noch nicht entschieden. Aufgrund den schlechten Wetterlagen, selbst in den südlicheren Gefilden, wollten wir diese Entscheidung kurzfristig an Weihnachten treffen. Im Grunde war es uns egal, ob es in Richtung Spanien / Portugal, Italien oder Balkanländer geht, Hauptsache wärmer und trockener als hier. Tolle Orte, sehenswerte Plätze und interessante Menschen gibt es in jedem Land.
Vorfreude machte sich langsam, aber sicher breit.

...... zweitens als man denkt.

Doch dann stellt sich heraus, dass es sehr kontraproduktiv wäre, wenn Detlef gerade jetzt seine Therapie unterbrechen würde. Ausgerechnet jetzt hat sich sein Seelenleben dazu entschieden extrem loszulassen. Es will sich offensichtlich von den einschränkenden und belastenden Altlasten befreien, bevor wir unsere Open-End-Reise starten.

Und da alles für irgend etwas gut ist und nichts ohne Grund geschieht, geben wir diesem Bedürfnis nach und wählen an dieser Kreuzung einen anderen Weg.

Doch auch wenn wir Deutschland vorerst nicht verlassen, wir werden mehr reisen. Nicht mehr auf einer Stelle verharren. Wir planen eine Art Sternfahrt zu machen. Von Koblenz aus starten wir in eine vorher ausgesuchte Gegend, um dort zu wandern, besichtigen, besuchen, verschiedene Plätze zu genießen, bevor wir für den nächsten Termin wieder hier sein müssen. Und dann erneut zu starten, um uns in einer anderen Ecke von sehenswertem beglücken zu lassen.
So werden wir in den nächsten Wochen oder Monaten nach und nach Deutschland näher erkunden.

Also machen wir das Beste aus der gegebenen Situation und genießen weiterhin jeden Tag.
Bei dem regnerischen Wetter, neben Spaziergängen, Malen, Schreiben und Familie / Freunde treffen, auch gerne mit einem guten Buch bei Tee und Kerzenschein ...

Day  182 14. December 2019 Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Jingle Bells

Wir haben uns zu einem Stellplatzwechsel entschieden und stehen jetzt in der alten Heimat an der Lahn.

Vor uns der Schleusenkanal, neben und hinter uns der Yachthafen, wir genießen nicht nur die Ruhe, sondern auch die günstige Lage. Denn jetzt bedeutet einkaufen gehen nicht mehr zwangsläufig eine Wanderung oder frieren auf dem Roller, jetzt sind Lidl, Aldi und Co um die Ecke. Auch die Fahrzeiten zu unseren Therapien und Terminen sind dadurch viel weniger zeitaufwändig. Lotte darf jetzt in der Garage bleiben und sich entspannen.

Kaum angekommen, hatten wir auch schon eine Verabredung mit Freunden. Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt wollte von uns getestet werden.... Das nenne ich ja mal eine gelungene Willkommensidee.

Auch wenn der Weihnachtsmarkt sehr klein und hauptsächlich aus Fressbuden bestand, der Glühwein war echt lecker.

Ein dickes Dankeschön für den schönen Abend an Christiane und Ralf.

Day  175 7. December 2019 Waldbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Ein Wort mit vier „z“?

Adzventzkranzkerze ..... Hihihi ....

Heute Abend haben wir dem Weihnachtsmarkt in Waldbreitbach einen Besuch abgestattet. Überall ist es wunderschön geschmückt und beleuchtet.

Der Weihnachtsmarkt selbst ist recht überschaubar, doch im ganzen Ort sind Krippen ausgestellt. Wenn man möchte kann man den Krippenwanderweg begehen, der auch durch den Wald und auf den Berg führt. Allerdings im Dunkeln nur mit Laternen zu empfehlen. Und da wir keine dabei hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als im Ort zu bleiben bei Eierpunsch und Glühwein.

Day  171 3. December 2019 Waldbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Waldweihnacht

Da Bella nochmal für eine Impfung zum Tierarzt musste, wanderten wir nach Waldbreitbach. Allerdings nahmen wir nicht den kürzesten Weg, sondern einen tollen kleinen Steig durch den Wald.

Ich bereute sofort, dass ich mein Handy nicht mit hatte, denn es gab einiges zu sehen. Und wie das so ist, fehlende Kommunikation = fehlende Information. Denn Detlef hatte seines wohl dabei. Das stellte sich heraus, als wir mitten im Wald Krippchen fanden. Er war ein Stückchen vor mir und machte gerade ein Foto. Man oh man. Hätte ich doch vorher einfach mal gefragt..... Also müssen wir diesen Weg nochmals begehen.

Alle paar Meter stand ein Krippchen mit einem gelben Stern. Am Ende des Weges, der eigentlich der Anfang ist, sahen wir dann des Rätsels Lösung. Wir waren auf den Kinderkrippenweg gestoßen. Kinder hatten also diese ganzen Krippen im Wald aufgebaut und dekoriert. Toll. Auch da gehen wir noch einmal her. Durch unseren Termin, konnten wir die ganze Arbeit gar nicht richtig bewundern.

Day  157 19. November 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Hat das bald auch mal ein Ende?

Es regnet, und das seit Tagen. Die einzige Abwechslung dabei ist die Heftigkeit. Denn ab und an gießt es, als ob jemand im Himmel Feuerwehrschläuche testet. Wo kommt denn das ganze Wasser her?
Wir haben es zwar schön trocken und kuschelig warm, doch es nervt trotzdem. Ich weiß, es ist jammern auf hohem Niveau. Andere haben kein Dach überm Kopf, haben es nicht warm oder sind von richtigen Unwettern getroffen.

Ich kenne es ja aus jahrelanger Erfahrung, wenn die Fellnasen und ich beim Spazieren gehen so richtig nass und auch dreckig werden. Doch ist es definitiv ein Unterschied, ob man dann in eine Wohnung zurück kommt oder in ein Wohnmobil.
In der Wohnung zieht man sich um, hängt die nasse Klamotten über die Heizung oder schmeißt sie direkt in die Waschmaschine.
So einfach geht das hier nicht. Nass, heißt hier erst mal Nass. Auch wenn wir es warm haben, es trocknet alles viel langsamer, die Feuchtigkeit bleibt in dem Raum erhalten. Zupp - sind die Fenster beschlagen, alles ist etwas klamm. Das dauert, das wieder raus zu heizen. Und Waschmaschine? Haben wir nicht an Board.... Ist zwar eine hier am Platz - aber dafür müsste ich ja wieder raus.... Nööö, da hab ich keine Lust für. Außerdem ist das hier auf dem Platz stehen ja "Luxus". Denn wenn unsere Reise so richtig los geht, wollen wir ja so weit wie es geht Freistehen. Von daher gewöhnen wir uns den Luxus gar nicht erst an! Dann wird gewaschen, wenn sich eine Gelegenheit bietet - oder von Hand.

Also hält das Wetter uns weitestgehend drinnen. Und was machen wir?
Ich arbeite weiterhin an der Homepage, denn auch die Ausbauberichte sollen ja bald verfügbar sein. Oder ich male an den Bildern für das Kinderbuch, lese, beschäftige mich mit meinem "Rock-Your-Money"-Workshop (den Link dazu findest du bei den Empfehlungen) oder schreibe weiter an meinem anderen Buch. Außerdem möchten die Vierbeiner auch bekuschelt werden. Fällt ebenfalls in meinen Zuständigkeitsbereich....

Detlef hat dann Lust zum Backen. So gibt es wieder frisches Brot, Kuchen oder Teilchen. Oder er recherchiert für den weiteren Ausbau.

Wir wissen das blöde Wetter zu nutzen, langweilig wird es uns daher nicht. Sonne wäre aber trotzdem schöner.....

Day  143 5. November 2019 Waldbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Hardcore-Test

Heute haben wir eine "kombinierte Wanderung" gemacht. Also nicht nur gewandert, sondern gleichzeitig einiges erledigt.
Und dafür führte uns unser Weg an der Wied entlang über Hausen nach Waldbreitbach. Dort gingen wir nicht nur auf die Post und einen Kaffee trinken, sondern ließen auch gerade beim örtlichen Tierarzt noch Bella impfen. Auf dem Rückweg noch in Hausen bei Aldi einkaufen und dann nach Hause in unsere Ivy.

Wir sind jetzt alle vier so richtig müde.Wir Zweibeiner stolz, dass unsere Mäuse das so gut hinbekommen haben, die beiden Vierbeiner glücklich wieder in ihren Betten zu liegen. So spannend es für die Hunde war, so mega anstrengend war es für sie auch. Denn innerorts, an der Straße entlang gehen, vielen Menschen begegnen und dann noch stillhalten, wenn Mama und Papa Kaffee trinken, das haben wir bisher noch nicht geübt.
Auch der Tierarztbesuch war für beide ungewohnt. Nur das Einkaufen, das kannten sie schon. Auf jeden Fall liegen sie jetzt in ihren Nestern und schlafen tief und fest....

Hardcore-Test bestanden!

Day  137 30. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Let´s start the party!

Ich habe in mühevoller Kleinarbeit die Deko für Halloween fertig gestellt ;-)

Die Spinnen waren fleißig. Heute war der erste Bodenfrost und somit deren Arbeit gut zu sehen. Überall an Zäunen, Bäumen und Pflanzen waren unzählige Netze. Dazu der Frühnebel und die Sonne - ein herrliches Schauspiel.

Day  131 24. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Es fügt sich alles!

ES FÜGT SICH ALLES - Ja, genau so ist es! Ich hab so oft aus Unsicherheit und Unwissen abbestellt, gezweifelt, nach einem WIE gesucht, gehadert, Angst gehabt, dass wir nie ins Reisen kommen werden.... Und heute hat das Universum mir und uns gezeigt, dass es, wenn ich loslasse, endlich in Ruhe regeln kann.

Heute kam eine Mail mit der Bitte, das Schreiben von Mitte September zu beantworten. Mitte September? Ein Schreiben? Wir hatten nichts erhalten.... Auf mein Nachfragen stellte sich raus, dass die Mail an eine fehlerhafte E-Mailadresse ging ...…..

Ich habe in diesen 6 Wochen so viele Tiefs erlebt - ich denke fast, das Universum wollte unser Festhalten an unserem Traum auf Herz und Nieren testen.

Und nachdem die wunderbare Denise Schäricke mich dazu brachte, einen neuen Reisestarttermin festzulegen und daran zu glauben - TADAAAAAA - eine Woche später FÜGT ES SICH....

Mein Mann ist jetzt unterwegs um Chips zu holen, eine Flasche Haitabuer "Met mit Kirschsaft" haben wir noch, und dann wird gefeiert....

UNSERE LEBENSTRAUMREISE STARTET SOMIT SO RICHTIG MIT AUSLAND AM

26.DEZEMBER 2019

Geil oder geil????

Day  130 23. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Voll in Aktion

Endlich klärt sich seit gestern das Wetter auf und die Sonne kommt wieder raus. Dadurch regt sich die Lust wieder mehr mit den Hunden zu gehen, aber auch unser Akku / unsere Batterie freut sich.
Denn unser Stromproblem war noch steigerungsfähig: unser Kühlschrank fiel dann doch noch ganz aus. Er bekam einfach nicht mehr genügend Ampere um noch anspringen zu können. Wir entschieden Sonntag morgen dann kurzerhand, ihn ganz abzuschalten, um ihn und auch den Akku zu schonen. Nur was tun mit den Lebensmittel? Da blieb nur eines: Essen...
Unser Speiseplan richtete sich demnach mal nach anderen Richtlinien. Wir schauten was zuerst weg musste und stellten dann was zusammen. Wir haben ja schon so manche Ernährungsform ausprobiert, das war aber mal eine andere Kombination.
Und was soll ich sagen. Es ist uns bis auf einen Rest Frischkäse bisher nichts verdorben. Bisher? Ja, bisher. Denn das Problem ist noch immer nicht behoben.

Nach einem Austausch in einer Facebookgruppe mit anderen, die ebenfalls im Wohnmobil leben, war klar, dass wir verschiedene Maßnahmen in nächster Zeit ergreifen werden.
Zuerst bestellte ich noch Sonntag bei Amazon ein Ladegerät. Gegen Aufpreis garantierte Lieferung gestern. Da es uns ja wichtig war, dass unser Kühlschrank wieder ins Laufen kommt, zahlten wir den Aufpreis. Tja, das mit der garantierten Lieferung klappte leider nicht. Also wurde Amazon kontaktiert, damit ich wenigstens die Portokosten erstattet bekomme. Ok, erledigt.
Heute morgen kam dann die Nachricht, dass das so dringend erwartete Gerät, an den angegebenen Paketshop geliefert worden sei. Mein Mann schwingt sich auf Lotte, die uns ja glücklicherweise wieder zur Verfügung steht …. und kommt unverrichteter Dinge wieder zurück. Paket nicht da. Grrrr. Was soll das denn jetzt?
Wieder mit Amazon Kontakt aufgenommen. Ergebnis: Die von Amazon erstellte Zustellbestätigung ist fehlerhaft, doch es würde definitiv heute noch zugestellt werden. Na dann bleiben wir mal gespannt.....

Weitere Schritte werden sein, dass wir dafür sorgen, dass unser Akku
1. auch beim Fahren von der Lichtmaschine geladen wird
2. ein vernünftiger Laderegler gesetzt wird, da der, den wir haben, scheinbar ein Billigprodukt ist. Es war bei den Photovoltaikplatten dabei, extra gekauft hätten wir diesen nicht!
3. der Kühlschrank bekommt eine neue Zuleitung und wird nicht mehr über den Laderegler bedient, sondern direkt an den Akku angeschlossen
4. es kommen noch 4 weitere Photovoltaikplatten aufs Dach. Platz haben wir da genug, unser Kapazität steigt so auf 800 Volt.
Aber eines nach dem anderen.

Die Sonne kommt raus, doch ist es morgens neblig und echt frisch. Daher bietet es sich morgens an, statt außen an der Ivy zu bauen, innen weiter auszubauen.
So hat Detlef gestern eine Verlängerung der Arbeitsplatte gebaut, auf der unser neues Kochfeld seinen Platz bekommt. So haben wir wieder mehr Arbeitsfläche und zusätzlich ein Dachfenster als Entlüftung über dem Gaskocher sitzen. Gut dass wir noch einige Reste an Pappelsperrholz haben, denn die waren genau genug für diese Konstruktion. Das Fach unter der neuen Fläche bietet Platz für die mobile Gasflasche, bekommt aber noch ein Zwischenboden, auf dem der tolle Backofentopf seinen Platz findet.

Heute baut er an der Klappe, die er benötigt, um an unsere Heizung zu kommen. Denn wenn das Bad fertiggestellt ist, ist der Boden nicht mehr hebbar und so der derzeitige Zugang zur Heizung versperrt.

Ich habe zwar nicht mitgebaut, aber vieles anderes erledigt. Meine Aufgabe ist ja eher diesen Blog und Balus Podcast-Serie zu versorgen, mein Buch weiter zu schreiben und die Vorskizzen für mein geplantes Kinderbuch anzufertigen. Außerdem möchte ich auch endlich mit dem Blog über unseren Ivy-Ausbau beginnen. Also zu tun hab ich genug....

Gestern war ich dann auch noch 2 Stunden mit den Hunden im Wald unterwegs. Die Sonne hat uns dreien so gut getan. Beide Fellnasen sind gerannt wie die Irren. Es war, als ob auch ihre Akkus durch die Sonne aufgeladen worden wären. Als wir an unserer Ivy ankamen, wollten sie noch immer nicht rein. Sie lagen noch 2 Stunden draußen, Bella auf ihrer Decke (eine Prinzessin legt sich nicht einfach ins Gras, Madame möchte eine Decke. Nein nicht eine, es muss eine bestimmte sein...) und Balu im weichen Gras. Doch als wir sie reinholten, waren ihre Akkus schlagartig entleert: sie wollten nichts mehr essen, sondern sind sofort in ihre Kisten um zu schlafen. Da sie heute morgen noch immer müde sind, denke ich dass unser Spaziergang heute etwas kürzer ausfallen wird...…..

Day  127 20. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Regen, Regen, Regen ….

..... und nein, wir gehen uns nicht auf den Keks. Uns ist es auch bei dem Wetter nicht zu eng in unserer Ivy. Wir sind nach wie vor glücklich mit unserer Entscheidung so zu leben.

Und dazu unser Resumee nach 1 Woche Niederbreitbach:
uns hier noch einmal zu stationieren war und ist die richtige Entscheidung!

Was machen wir also bei dem Wetter und zu dieser Jahreszeit? Nichts anderes als sonst auch. Nur ein bisschen anders. Statt in Shirt und kurzer Hose in der Sonne zu sitzen, sitzen wir jetzt mit einem leckeren Tee aus frischen Kräutern (im Moment Zitrone, Ingwer und Minze) in der Ivy.

Ich erledige Telefonate und notwendigen Schreibkram, schreibe an meinem Buch, ärgere mich etwas darüber dass der Laptop unser Internet nicht findet, lese (zur Zeit "Die Kraft der Kriegsenkel" / "Totenstille im Watt"), mache die ersten Skizzen für das Kinderbuch, arbeite am "Rock your Money-Workshop", räume und dekoriere, kaufe ein, gehe oder kuschel mit den Hunden und so einiges mehr. Und ich absolviere brav meine Termine.

Detlef plant den weiteren Ausbau, baut und werkelt an Ivy und testet den neuen Kocher und den "Backofen" auf Herz und Nieren und zaubert damit leckeres Essen, Brot und Kuchen.
Der "Backofen" sitzt in Anführungszeichen, weil er halt kein typischer Backofen ist. Ich weiß weder wie das Teil richtig heißt, noch wo es das gibt. Ich habe es bei Ebay Kleinanzeigen entdeckt. Und wie es heißt ist ja eigentlich auch egal, Hauptsache Detlef ist glücklich damit. Und das ist er. Genauso glücklich wie mit dem neuen Gaskocher.

Er arbeitet seinen Terminkalender ab und erfüllt Bellas Kuschelanfragen. Und er bosselt und repariert.
Denn nachdem der neue Keilriemen angekommen ist, konnte er auch Lotte wieder zusammen schrauben. Und yeah - sie läuft wieder. TSCHAKKA

Mit dem Strom haben wir noch immer so unsere Probleme. Darum ist es gut, dass wir hier stehen und auf eine Steckdose zurückgreifen können. Ob es nun an einer falschen Einstellung liegt, dass die Photovoltaikanlage noch nicht mal den Kühlschrank zuverlässig versorgen kann, oder an etwas andrem, das werden wir morgen herausfinden. Wir sind gespannt. ....

Day  122 15. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Glaubenssätze

Eine halbe Weltreise liegt hinter mir. Na gut, keine halbe, aber über 4 Stunden öffentlicher Nahverkehr. Ich war mit Bus und Bahn zur Therapie in Bad Godesberg.
Etwas mehr als 2 Stunden je Strecke. Aber das wusste ich ja schon als wir entschieden haben, uns auf diesem Stellplatz niederzulassen. Es war anstrengend, hat aber geklappt.

Mittlerweile habe ich wieder viel mehr gute als schlechte Tage. Der Knoten hat sich gelöst. Dank dem Gespräch mit meiner Therapeutin wurde mir klar, was hinter den negativen Gefühlen steht. Denn es ist nicht immer das was man sieht. Wichtig ist es zu erkennen, was den Knoten verursacht hat, was das Gefühl überhaupt auslöst.

Teilweise entstehen diese negativen Glaubenssätze durch eine ungünstige Verknüpfung von Erlebnissen, teilweise durch Prägung. Manches übernehmen wir schon bei der Geburt oder noch früher.

Dazu habe ich zusätzlich die Unterstützung meiner Lieblingscoachin Denise Schäricke. Sie bringt meine Gedankengänge auch immer wieder auf den richtigen Weg. Sie gibt ihn mir nicht vor, sie lässt sie mich selbst erarbeiten, erkennen und verstehen. Mit ihrem Mindset und ihren Workshops schaffe ich es dann auch wieder höher zu schwingen.

So konnte sich der Knoten schon sehr lockern, ich kann jetzt nach und nach die Fäden auseinanderdröseln und sie "abarbeiten /auflösen".
Meine Zuversicht und Vertrauen, dass sich alles zur richtigen Zeit fügen wird, dass wir unsere Reise durch Europa wirklich und bald antreten werden, können wieder wachsen. Auch weil Zweifler und Kritiker ertappt und auf Leise gestellt worden sind. Durch die positiven Affirmationen und dem entsprechenden fokussieren, wurde ihnen die Grundlage zum Mimimimi entzogen.....
Die kleine Ängstliche wurde von der Zuversicht in den Arm genommen und von Vertrauen und Mut in den Schlaf gesungen.

So kann ich jetzt meinen inneren Kompass neu kalibrieren und ausrichten. Meine innere Stimme hat vielleicht jetzt auch wieder Mut etwas lauter zu sein, die störenden Nebengeräusche gehen langsam aber sicher zurück. ....

Es ist so wichtig, solche Menschen zu haben. Denn auch wenn man den weltbesten Partner an seiner Seite hat, er kann nicht alles auffangen.

Auf einer zusätzlichen Seite unserer Homepage sind demnächst auch meine Empfehlungen zu Coaches, Gruppen, Bücher, usw. zu finden. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei.

Day  121 14. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Heute ist ein Tag für alles…

- Wohlfühlatmosphäre bei den Sonnenanbetern und den Lieblingsplatznutzern
- Waschtag
- Lotte-auseinander-nehm-Tag
- Winterquartiersuchtag ....

Die Marienkäfer suchen ihr Winterquartier. Wir haben ständig welche in der Ivy zu Besuch. Teilweise krabbeln sie zu mehreren auf mir rum, wenn ich in der Sonne sitze. Ich muss mich zusammen reißen, dass ich nicht reflexartig die Tierchen abstreife, wenn sie brummend auf mir landen und dann rum rennen. Leider rennen, wuseln und fliegen ein Stückchen weiter, dass sie kaum zu fotografieren sind.

Detlef hat Lotte auseinander genommen und den Schaden begutachtet: den Keilriemen ist in Kleinteile zerlegt. Er hat die Reste entfernt, alles gereinigt und gleich bestellen wir das Ersatzteil. Juchuuu dann sind wir wieder mobiler 😊

Day  119 12. October 2019 Siegburg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Brautkleidshopping

Erschöpft, aber glücklich, bin ich wieder in Koblenz angekommen.
Heute morgen ging es für mich, frisch gestärkt mit einem ausgiebigen Frühstück bei Gisela und Rainer (Danke euch, ihr Lieben), mit Gisela und Caro nach Siegburg.
Dort haben wir uns mit Eva getroffen, die in einem Brautmodenladen einen Termin hatte.

Auf dem Weg zu dem Geschäft begeisterte mich Siegburg zunehmend. Eine gemütliche schöne Stadt, mit allen erdenklichen Einkaufsmöglichkeiten und Cafes. Optimal für Shoppingtouren mit Auszeiten dazwischen. Doch heute ging es nicht um uns, sondern heute war der Fokus nur auf Eva gerichtet. Sie war heute der Mittelpunkt unserer Exkursion.
Und dann waren wir da. In einem Brautmodenladen, mitten in der Fußgängerzone.
Die Inhaberin begrüßte gutgelaunt und super freundlich jeden von uns persönlich. Hinter uns wurde die Tür abgeschlossen, damit wir vollkommen ungestört waren. Sessel, Spiegel und unzählige Brautkleider.
Da ich mich ja noch nie mit so einem Geschäft beschäftigt habe, war ich total baff. Ich fühlte mich fast wie bei einer dieser Fernsehshows auf Rtl2. Es gab zwar statt Sekt (wie im Fernsehen) nur Wasser, doch das war mir im Grunde auch lieber.

Nachdem wir uns etwas umgeschaut haben, besprach Eva ihre Wünsche und Vorstellungen mit der lieben Dame. Diese zeigte darauf hin zusätzlich verschiedene Kleider und Eva durfte das erste Kleid anprobieren. Es war das, welches Eva schon beim hereinkommen magisch anzog. Ein Kleid, ganz anderes als gewöhnlich, aber sofort in der ersten Wahl.
Weitere Kleider aus den verschiedensten Stilrichtungen wurden probiert, einige schon beim anziehen verworfen, andere beim Rundumblick vor dem großen Spiegel. Ein weiteres schaffte es in die enge Auswahl. Doch beim direkten Vergleich - indem sie hintereinander angezogen wurden - fiel die Wahl definitiv auf das erste Kleid.
Ein Kleid, ganz anders als normal, ganz anders als erwartet - aber zu 100% Eva. Einfach perfekt.

Die Beratung ehrlich, freundlich, kompetent - wir können dieses Geschäft nur empfehlen: Adornia Brautmode in Siegburg

Eine kleine Bitte: Wenn du aufgrund dieses Berichtes ebenfalls dort nach deinem Brautkleid schaust, dann wäre es schön, wenn du die Empfehlung von uns (Eva Leonhard) erwähnst. Danke ;-)

Zur Belohnung gab es dann im "Anno 17" eine Pause mit Snack und Kaffee und zum Abschluss ein superleckeres Eis vom "Teatro". Es war ein ungewöhnlicher toller Tag, denn wann geht man schon mal mit der Schwiegertochter Brautkleid shoppen......

Day  119 12. October 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Wir brauchen Strom

Ab heute Abend verbringen wir mal wieder einige Zeit in Niederbreitbach.

Da wir keinen Stellplatz in der Nähe von Koblenz gefunden haben, auf dem wir an unserer Ivy weiterbauen können, fiel unsere Wahl wieder auf Niederbreitbach. Hier ist es ruhig, wir haben Strom, Wasser, Waschmaschine, Trockner, Dusche, die Katzen können laufen, wir können bauen und mit den Hunden ist hier auch super schön zu gehen.

Warum Strom? Stimmt. Eigentlich sind wir autark, was den Strom betrifft. Aber nur eigentlich.
Als es in den vergangen Tagen so viel regnete und so düster war, zeigte sich ein kleines Problem: Nachdem wir vergangenen Sonntag vergessen hatten, den Umwandler auf 240Volt abzuschalten, zog der uns über Nacht die Batterie ziemlich leer.
Durch die fehlende Sonneneinstrahlung und zusätzlich einem Standplatz unter Bäumen, lud diese sich nicht wieder so schnell auf und so gingen Montagabend um 8 bei uns alle Lichter aus. Und nicht nur die Lichter. Auch der Kühlschrank. Und die Handys.
Wir verbrachten einen gemütlichen Abend bei Kerzenlicht und Gesellschaftsspielen. Das war ja ok, nur dass der Kühlschrank nicht mehr kühlte, das war kontraproduktiv.....

Daher wechselten wir am vergangenen Dienstag in den Wohnmobilpark in Urmitz, dort konnten wir Strom von Außen nutzen und die Batterie wieder laden.
Doch dieser Stellplatz, so schön und strategisch günstig wie er liegt, war für uns nichts. Wieder dieses Wummern der Schiffsmotoren und das Rattern der Züge, welches uns auch in Lahnstein so störte. Dazu ist es uns einfach zu eng, wenn sich Wohnmobil an Wohnmobil reiht. So zu stehen ist nicht unser Ding. Abgesehen davon, hätten wir da nur begrenzte Zeit stehen und keinesfalls bauen können.

Koblenz-Metternich steuerten wir aufgrund Termin-Logistik an, Koblenz-Karthause wegen Brautkleid-Shopping, doch schon davor stand fest, dass wir wieder diesen Platz hier ansteuern werden.

Unsere Idee ist, Donnerstags nachmittags für Termine, Einkäufe, Erledigungen nach Koblenz und Freitagsmittags wieder zurück nach Niederbreitbach zu fahren. Dieser Plan fühlt sich für uns zur Zeit richtig und gut an. Ich kann von hier mit Bus und Bahn zur Therapie, also auch das ist abgedeckt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass wir etwas mehr zur Ruhe kommen. Ich komme wieder dazu an meinem Buch weiterzuschreiben, die Bilder für das erste Kinderbuch zu malen, Organisatorisches zu erledigen, in einen geregelten Tagesablauf zu kommen.

Und Detlef braucht sich keine Gedanken um unseren Strom zu machen, auch wenn ich am Laptop sitze oder er Stichsäge, Bohrmaschine oder ähnliches verwenden möchte.

Day  118 11. October 2019 Karthause, 56075, Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Wichtige Verabredung

Nach zwei Nächten auf dem Wohnmobilstellplatz in Urmitz / Rhein und einer Nacht in Koblenz Metternich im Industriegebiet, werden wir die nächste Nacht auf einem Parkplatz in Koblenz-Karthause verbringen.

Die Karthause haben wir ausgesucht, denn wir sind morgen zum Frühstück eingeladen und dann fahre ich mit Gisela und Caro nach Siegburg zu einem ganz besonderen Treffen mit Eva: Brautkleidshopping….

Ich freue mich sehr, dass Eva mich dabei haben möchte, denn ich bin ja "nur" die Schwiegermutter.

Day  114 7. October 2019 Bahnhof Urmitz, Eisenbahnstr., Mülheim-Kärlich, Rheinland-Pfalz 56218, Deutschland

Gute Tage – schlechte Tage

Dann tut man alles dafür seinen Traum zu leben und was passiert? Man fällt immer wieder in Löcher, die alten Geister spuken durchs Gemüt, Zweifel machen sich breit....

Offensichtlich arbeitet es in mir. Statt nur noch himmelhochjauchzend, grinsend und alles überstrahlend durch die Gegend zu laufen, ist meine Stimmung zur Zeit mehr oder weniger bedrückt. Dabei möchte ich keinesfalls zurück in mein altes Leben. Ich vermisse nichts und alles was passiert hat seinen Grund.
Trotzdem zeigen sich deutlich alte Glaubenssätze und Prägungen. An mir nagt, dass wir - entgegen unseres ursprünglichen Planes - noch immer mit Terminen und Erledigungen beschäftigt sind. Denn meine naive Wunschvorstellung war: wir ziehen in unsere Ivy und mit dem zuziehen der Wohnungstür lassen wir alle Sorgen und Nöte hinter uns.
Doch so geht es nicht wirklich. Nur weil ich einen solchen Schritt mache, erledigen sich nicht die restlichen Sachen von selbst. Nein. Alles will wie gehabt abgearbeitet werden. Alles braucht seine Zeit. Ob das mein Kopf wahrhaben will oder nicht...
Und für die beiden oben schon mal erwähnten Herren, Kritiker und Zweifler, ist das ein gefundenes Fressen. Sie haben einen Weg gefunden damit alte Geister anzulocken. Somit ist mein Kopf wieder gefüllt mit
- das wird eh nix
- ihr kommt nie hier weg
- schon wieder das Ziel verfehlt
- wie soll das denn erst im Ausland werden, wenn ihr hier schon so umständlich nach Freistehmöglichkeiten sucht
- .... und vieles mehr.....

Alles schreit so, dass ich meine innere Stimme nur schlecht hören kann. Dabei sagt sie so deutlich dass diese letzten Termine und arbeiten wichtige Wegbereiter sind, die uns noch mehr Freiheit bringen wird. Aber ich kann es noch nicht fühlen.
Ich fühle mich betäubt, gelähmt, freudlos, unternehmungsunlustig und müde. Und das ist das Gegenteil von dem, was ich gerne fühlen würde. Ich würde so gerne Freiheit, Leichtigkeit und Glück spüren, lachen, singen, tanzen, Lust haben etwas zu unternehmen....

Also hat alles was passiert doch seinen Grund. Denn just in diesem Moment bekomme ich weitere Therapiesitzungen bewilligt und schon für morgen einen Termin bei meiner Therapeutin. Sie wird mir in den kommenden Wochen helfen, die alten Glaubenssätze und Geister zu sehen und aufzulösen. So werde ich sie los, bevor die große Reise beginnt.

Genau so ist es bei unseren anderen noch anstehenden Terminen und auch bei den Restarbeiten an unserer Ivy.

Alles hat seinen Grund. Gute Tage und schlechte Tage - sie gehören zum Leben dazu.
Sie regen an zu beobachten, zu lernen, zu verändern. Sie bringen uns dazu über den Tellerrand zu schauen, neugierig zu sein und unsere Komfortzone zu verlassen. Sie belohnen uns für den mutigen - oft auch schmerzhaften - Blick in den Spiegel, dass wir uns weiter entwickeln und wachsen.

Wir haben nur ein Leben. Machen wir das Beste daraus.

Und ja, auch wenn ich gerade ein Tal durchschreite:
ICH LIEBE MEIN LEBEN UND ICH LEBE MEINEN TRAUM ❤

Day  113 6. October 2019 Bahnhof Urmitz, Eisenbahnstr., Mülheim-Kärlich, Rheinland-Pfalz 56218, Deutschland

Hausputz im Wald

Trotz strömendem Regen war ich heute mehr als eineinhalb Stunden mit den Hunden unterwegs. Sie sind wie die verrückten gerannt, haben getobt, geschnüffelt, untersucht und gekämpft. Ich war mit Regencape, Gummihose und Gummistiefel gut gewappnet, die beiden allerdings waren nicht nur nass, sondern auch richtig schön dreckig. Und wie es sich dann auch gehört, wird sich nicht vor der Tür geschüttelt, sondern IN der Ivy.
Somit steht wieder saubermachen an.
Unterwegs entdeckten wir ein schaumig Gebilde am unteren Stamm eines Baumes. Vielleicht macht ja da ein Baumbewohner Hausputz....
Wir haben keinen Schimmer....

Nach einer leckeren selbstgemachten Chai-Latte sind wir noch einen anderen Standplatz angefahren. Dadurch dass Lotte streikt, wir aber Termine in Koblenz und Bad Godesberg haben, ist die Nähe zu Bus / Bahn von Nöten. So fiel unsere Wahl auf einen Parkplatz am Rande von Urmitz, günstigerweise 2 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Day  112 5. October 2019 Andernach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Happy Portaltag

Detlef ist mit Paketen bepackt auf unserer Lotte unterwegs in die Stadt. Nachdem er Post und Einkäufe erledigt hat, passiert es: Lotte läuft nicht mehr. Was ein Mist....

Er hat den Keilriemen in Verdacht. Nur nutzt ihm das jetzt recht wenig. Denn der arme Kerl muss trotzdem nicht nur den ca 2km langen steilen Berg zu Fuß hoch, sondern auch noch Lotte schieben.

Was will das Universum uns damit wohl sagen?

Day  111 4. October 2019 Andernach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Wow und Danke

Ein einzigartiges Geschenk von tollen Menschen.

Ein herzliches dickes Dankeschön an Hania, Eva und Ronny ❤

Die drei haben es damit genau auf den Punkt getroffen.

Day  110 3. October 2019 Andernach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Kampfkuscheln ist angesagt

Wieder in der alten Heimat angekommen, übernachten wir nochmal oberhalb Winningen in den Weinbergen. Wir müssen feststellen, dass es langsam kalt draußen wird. Also machen wir zum ersten mal unsere Heizung an. Selbst die Katzen kommen zum schlafen rein. Bei dem Regen und den kühleren Temperaturen haben sie keine Lust zu stromern.

Nach einem Frühstück bei Hania und einem schönen Mittag bei unserem Jungvolk, machen wir uns auf die Suche nach einem schönen Standplatz.
Oberhalb Andernach werden wir fündig. Ein Parkplatz neben einem Aussichtspunkt, an einer Traumschleife. Über Tag sind hier immer mal wieder Hundemenschen unterwegs, trotzdem ist es schön ruhig hier. Nachts herrscht hier wunderbare Stille.


Kühl ist es weiterhin und der Regen befindet sich in einer Dauerschleife. Wir versuchen es positiv zu sehen und sagen uns "Es ist Herbst und die Natur braucht den Regen dringend".

Wir nutzen die Zeit, um unsere Ebayverkäufe zu organisieren, die anliegenden Arbeiten zu planen, Termine zu koordinieren, weitere potentielle Stellplätze rauszusuchen und den neuen Gaskocher auszuprobieren.

Und es wird ausgiebig mit den Tieren gekuschelt. Egal wann ich mich setze, einer der Fellknäuel erhebt immer den Anspruch auf Nähe. Entweder habe ich eine oder beide Katzen im Rücken oder auf dem Schoss, oder Balu will kampfkuscheln. Er kann gar nicht genug bekommen. Reagiere ich mal nicht nach seiner Vorstellung, stupst er mich mit der Pfote an, bis er seinen Willen bekommt. Hmmm - ich habe gerade das Gefühl, dass da was erziehungstechnisch falsch läuft.... Egal. Ich genieße es genau so sehr wie er.
Bella kuschelt lieber mit Papa. Sie hat ihre eigene Art und das macht sie lieber mit ihm. Sie soll es sein. Denn sie ist ja auch sein Mädchen.
Oder jeder kuschelt mit jedem....

Day  106 29. September 2019 Kanzem, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Einkochen und einmummeln

Ohne Navi, Handy oder Straßenkarte einen Stellplatz zu finden, ist ein sehr interessanten Unterfangen. Ein Wanderparkplatz an einem Seitenweg stellt sich dann auch mal als viel befahrene Kreuzung heraus....
Doch wir waren zu müde um noch einmal auf die Suche zu gehen.
Der Kater war nicht so begeistert darüber, drinnen bleiben zu müssen, doch da musste er durch....

Also nahmen wir uns vor, nach dem Frühstück auf die Suche nach einem Platz für die nächste Nacht zu gehen. Doch vorher machten wir noch einen super schönen Spaziergang und genossen die Aussicht, die Sonne und die frische Luft. Und wir sammelten fleißig Äpfel. Ich hatte Lust auf Apfelkompott.
Und nachdem ich Maps zu Rate gezogen hatte, fuhren wir verschiedene Plätze an.
Bingo. Wir fanden einen ganz ruhigen Platz an einem Waldrand, mit wahnsinniger Aussicht: über die Mosel bis nach Luxemburg. Dieser Platz sollte es sein. Den wollten wir nach dem Besuch bei einer Freundin ansteuern.

Doch daraus wurde nichts. Es schüttete plötzlich wie aus Eimern. Da war klar, auf dem Weg ist jetzt alles schmierig - da werden wir später weder rein, noch raus kommen. Und die Wettervorhersage versprach keine Besserung.
Naja. Es ist wie es ist. Dann mussten wir nach dem Kaffee doch noch weiter auf Suche gehen.
Wir fuhren in Richtung Saar, hielten Ausschau und wurden fündig:
Ein öffentlicher Parkplatz direkt am Saarkanal. Etwas zurückliegend von der Straße, so dass unser Tiger auch wieder jagen gehen kann, und ruhig. Keinerlei andere Parker.

Noch kurz mit den Hunden raus und den Abend ausklingen lassen.....

Die Nacht war sehr entspannend. Das stürmische Rauschen der Blätter und das Schaukeln der Ivy im Sturm hat selbst die Tiere in einen tiefen Schlaf gewogen. Alle haben lange geschlafen und sind jetzt richtig gut ausgeruht.

Nach dem Frühstück erkundeten wir die Umgebung. Befestigte Wege, die meinem Fuß gut tun, Wiesen und Felder auf denen die Hunde toben können, weite Aussicht. Natürlich musste das Wasser auch getestet werden. Balus Resümee: zu kalt zum Schwimmen, doch fürs Füße baden perfekt. Gut durchgeweht machen wir uns auf den Heimweg.

Ich habe danach die am Vortag gesammelten Äpfel zu Kompott verarbeitet. Und Chai-Latte-Sirup gekocht. Denn jetzt ist die richtige Witterung um sich nach dem Spaziergang in der Ivy einzukuscheln, zu lesen, zu schreiben, zu malen, und dabei einen leckeren Chai-Latte zu trinken......

Day  105 28. September 2019 Temmels, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Wo ist unser Fenster?

Weiter geht es schön an der Mosel entlang, und auch wieder an unglaublich vielen Weingütern, Fremdenzimmern, Touristen und unzähligen Weinstöcken vorbei. Überall gepflegte Spazier- und Wanderwege und Bänke. Auch stehen an der Mosel entlang jede Menge Walnussbäume unter denen Touristen und Einheimische fleißig Nüsse sammelten. Alle waren mit Tüten bewaffnet. Es hatte etwas von einem "Moselwalnuss-Sammelwettbewerb". Irgendwie lustig.

Ein paar km hinter Cochem war am Ende eines Dorfes eine Baustelle. Wir warteten die grüne Ampel ab und fuhren auf der Gegenspur durch die Baustelle. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Was war das?
Hatten wir eine Warnbarke touchiert? Nein, das hätte ich im Fenster gesehen. Da hätte sich auch bestimmt das Auto hinter uns bemerkbar gemacht. Soweit wir mit Hilfe der Spiegel sehen konnten - sahen wir nichts.
5 km weiter löste sich das Rätsel.
Wir legten eine Pipipause ein. Ich ging ins Bad und Detlef ging um Ivy um vielleicht doch zu entdecken, was das für ein Knall war. Zeitgleich sahen wir was es war: Unsere Badfensterscheibe hat sich verabschiedet....
Wie auch immer das passieren konnte, sie war herausgerissen und weg. Obwohl es verriegelt war. Unerklärlich.... und so ein Mist....
Also ersetzt jetzt vorläufig ein, mit einigen Metern Klebeband befestigter, Deckel einer Kunststoffbox das Fenster.

Zwischen Cochem und Trier gibt es auch sehr viele schön angelegte Wohnmobilstellplätze. Auffällig viele. Doch wir wollten ja noch weiter. Und hinter Trier, wie abgeschnitten, keine mehr. Mmmh. Blöd. Denn da waren wir auf der Suche nach einem günstigen Stellplatz.
Freistehmöglichkeiten boten sich auch nicht wirklich an. Also was tun....
Was tun??? TANKEN!!!!
Ok. Dann mal schnell über die Brücke nach Grevenmacher (Luxemburg) und günstig getankt. Und danach weiter gesucht.

Jetzt stehen wir auf einem Waldparkplatz zwischen Saarburg und Temmels und haben keine Lust mehr zu suchen. Hier werden wir übernachten, morgen wieder nach Temmels runter zum Kaffee bei unserer Freundin - und dann mal schauen.

Day  104 27. September 2019 Cochem, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Moseltour

Da wir eineinhalb Wochen keine Termine haben und sich auch noch nichts in Punkte Stellplatz ergeben hat, sind wir wieder on Tour.
Schön an der Mosel entlang wollen wir an der Luxemburgischen Grenze eine Freundin besuchen.

Vorher aber noch nach Bad Ems, denn unser Ersatzrouter ist angekommen (wir haben unseren Sohn als Briefkastentante missbraucht ; -)) und Internet ist unterwegs wichtig. So kommen wir zusätzlich in den Genuss unsere kleine Maus zu besuchen. So schlagen wir geschickt zwei Fliegen mit einer Klatsche....

Dann geht's ab an die Mosel. Vorbei an gefühlten 1000 Weingütern, 100000 Fremdenzimmern und Abermillionen von Weinstöcken in den schrägsten Lagen. Alle Dörfer und Städte sind voller Touristen - ich glaube halb Deutschland ist gerade an der Mosel....

Es gibt jede Menge Wohnmobilstellplätze, die sind aber recht voll oder schräg oder zu zentral gelegen. Doch in der Nähe von Cochem werden wir fündig und entdecken einen ruhigen, fast leeren Platz an der Mosel. Fotos konnte ich unterwegs nicht machen, mein Handy muckt rum und ärgert mich. Wenn es so weiter macht, muss ich doch mal nach einer Kamera schauen.

Dafür hatten wir aber dann die Idee, wie wir unsere Wäsche trocken bekommen, die wir bei Hanna noch gewaschen hatten. Not macht erfinderisch. So kann sie unterwegs trocknen.

Day  103 26. September 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Baumaßnahmen

Wir befinden uns noch immer in Kettig und kümmern uns um unsere Termine.

Zwischendurch nutzen wir die Zeit - neben der Suche nach einem Stellplatz - für Arbeiten an unserer Ivy. So ist dann jetzt auch Kräutergarten fertig. Wir genießen die frische Kräuter zum kochen und Tee aufgießen. Zur Zeit haben wir Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminz, Melisse und Basilikum. Mal abwarten was da mit der Zeit noch dazu kommt.

Gerade im Moment baut Detlef an unserem Bad. Er setzt die Toilette um, da er sich gegen unsere große tiefe Duschwanne für eine flache entschieden und das Bad neu geplant hat. Da unser Bad eh noch nicht fertig war, ist das nicht so erschreckend wie es sich anhört. Ich bin mal gespannt wie es wird....

Heute nachmittag bekommen wir Besuch von unserem Sohn und seinen Mädels. Das ist ein Vorteil davon, dass wir so "heimatnah" stehen. Wir freuen uns riesig, auch unsere kleine Maus wieder zu sehen. Natürlich beseitigen wir vorher noch unser Baustellenchaos....

Day  101 24. September 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Was tun?

Seit gestern Mittag sind wir dann doch wieder in Kettig.

Der Stellplatz in Lahnstein war von der Lage her optimal.
Doch die Nacht war grausam. Ständiger Frachtverkehr auf Rhein und Schiene. Dadurch ein ständiges dröhnen, welches nicht nur hörbar, sondern sogar zu spüren war.
Ich weiß dass wir diesbezüglich empfindlich sind, doch darum haben wir diese Freiheit gewählt: wenn was nicht passt, dann fahren wir woanders hin.... Doch so einfach wie das sich anhört, ist das nicht. Durch den fehlenden Schlaf kippte meine Stimmung wieder etwas ab, das fehlende Frühstück durch den übereilten Aufbruch, machte es nicht besser. Wir suchten in der Umgebung diverse Plätze auf, doch die, die uns zusagten, waren voll oder durch eine Veranstaltung blockiert, die anderen waren nicht brauchbar. Entweder zu dreckig, weil wieder irgendwelche Mitbürger nicht in der Lage waren, ihren Müll wieder mitzunehmen; oder zu schief, zu klein, zu stark frequentiert. ....

Als wir keine Lust mehr hatten weiter zu suchen, entschieden wir uns dazu, dann doch noch einmal auf den bewährten Platz zu fahren.
Bei einem gemütlichen Kaffee beratschlagen wir mit Hania, die sich natürlich riesig freute, dass wir wieder da waren, wie wir die nächste Zeit planen. Das Ergebnis unseres Brainstorming war: für die nächsten Wochen einen festen Stellplatz hier in der Umgebung suchen....

Day  101 24. September 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Grundstück gesucht

Das Ergebnis unseres Brainstorming: Eine Suchanzeige für Facebook und ebay Kleinanzeigen.

Wer hat im Raum Koblenz /Mü-Kä ein Grundstück oder einen Garten, auf / in dem wir in unserem WohnLkw die nächsten Wochen oder sogar bis zum Frühjahr stehen dürfen?
Wir, das sind 2 Erwachsene, 2 mittelgroße Hundekinder und 2 Katzen. Wir wohnen in unserem fahrbaren Tinyhaus und wollen im Frühjahr auf Europareise gehen. Wir sind autark und daher nicht zwangsläufig auf Strom und Wasser angewiesen.
Die Grundstücksgröße ist egal - beim Anzeige aufgeben muss blöderweise eine Größe angegeben werden. ...
Da wir in diesem Jahr noch diverse Termine haben und außerdem noch ein paar Kleinigkeiten an unserem rollenden Zuhause fertigstellen möchten, werden wir die nächste Zeit noch im Raum Koblenz / Mü-Kä / Weisenthurm bleiben.
Es wäre toll, wenn jemand uns einen kostengünstigen Stellplatz anbieten könnte, der ruhig gelegen ist und eine recht ebene Stellfläche für unser Fahrzeug (10m lang; 2,55m breit; 3,90m hoch; 7,49to) hat.
Die Katzen sind Freigänger und würden gerne als Dankeschön einen evtl. Mäusebestand drastisch reduzieren. Campingplatz ist eher ungeeignet, da wir noch an unserer Ivy arbeiten möchten. Wir machen dabei zwar nicht den Heidenlärm, doch könnten sich Camper gestört fühlen.
Traumhaft wäre ein Gartengrundstück welches in den Wintermonaten eh nicht bewirtschaftet / genutzt wird. Wir nehmen aber gerne auch einen Rand-Platz auf einem Firmengelände. Wir freuen uns über jedes Angebot.

Day  98 21. September 2019 Lahnstein, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Kuschelstunde

Der Morgen begann mit einer ausgiebigen Kuschelstunde. Mein kleiner Hundemann wusste fast nicht wohin mit seiner Liebe ❤

Und da wir uns nach 2 Tagen in Kettig dazu entschieden haben den Platz zu wechseln, wurde nach dem Frühstück recherchiert. Gesucht wurde ein Platz der strategisch günstig für den Termin Montag morgen liegt und auf dem wir möglichst bis dahin dann stehen können.
Das ist gar nicht so einfach. Denn wir möchten möglichst frei stehen und es sollen die Tigers raus können, sowie Spaziermöglichkeiten bestehen. Auch wenn Detlef mit Lotte von hier aus zu seinem Termin fahren könnte, wir möchten die Stellplätze der Freistehmöglichkeiten nicht überstrapazieren. Es ist immer gut, wenn man nochmal geduldet dort stehen kann.

Jetzt stehen wir direkt am Rhein in Niederlahnstein. Aufgrund unserer Standrichtung ist unsere Aussicht ein Blick auf eine Hopfenhecke und einen Kirschbaumgarten. Sehr entspannend.

Der Tiger erkundet schon die Umgebung und die erste Amtshandlung der Katzendame war, sich im Dreck zu rollen und zu einzustauben. Den ganzen Staub bringt sie im Anschluss an das Panieren schön brav IN die Ivy. Als ob der Dreck der Hundefüße und unserer Schuhe nicht schon reichen würde....
Da brauche ich mich nicht wundern, dass meine Füße immer so dreckig sind.......

Neben uns steht ein selbstausgebautes Feuerwehr-Unimog-Wohnmobil. Genial. Wir haben die Chance genutzt und Ausbauerfahrungen ausgetauscht. Das war sehr interessant und informativ. Es wurde sich über Wassertanks, Warmwasserbereitung und sonstige Einbau- und Ausbauelemente unterhalten, Erfahrungen darüber ausgetauscht und wir durften feststellen, dass wir bei Kühlschrank und Kochfeld noch etwas verbessern könnten. So lernt man immer dazu.

Day  97 20. September 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Gedanken

Sind wir schon frei? Leben wir schon die Freiheit, die wir uns vorgestellt haben? Mein Kopf sagt NEIN.
Ist es mein Kopf oder eher mein innerer Kritiker? Der kleine Kerl auf meiner Schulter, der mir ständig was ins Ohr flüstert, weil er die Unzufriedenheit nähren will? Der Spaß daran hat mich aus der Bahn zu werfen? Der sich freut, wenn er es schafft mich zu verunsichern? Dieses strubbelige, ungläubig und grimmig dreinschauende Wesen hat es in den letzten Tagen wieder geschafft. Ja. Er hat es wieder hinbekommen, dass ich alles in Frage gestellt habe.
Du willst wissen, was er mir ins Ohr flüstert? Sowas wie: - du lebst ja noch gar nicht deinen Traum, du bist ja noch nicht aus Deutschland raus gekommen.... - wo bist du denn frei? Ihr habt ja ständig noch Termine.... - eure Ivy ist ja noch nicht mal fertig. Wie wollt ihr denn damit ins Ausland fahren.... - ihr seid auf Reisen? Hahaha - so lange ihr immer wieder länger auf einem Platz steht, seid ihr auch nicht auf Reisen..... - KunstaufReisen ist ja wohl der falsche Name für euch.... Ihr malt doch gar nicht mehr.... Er hat wieder den richtigen Moment abgepasst und die Chance genutzt, dass ich von meinem Fuß genervt bin. Boah ist das ein fieser Möpp….

Doch wie so vieles im Leben, geschieht alles im richtigen Moment. Es sollte so sein, dass wir ausgerechnet jetzt ausgerechnet hier sind. Denn das erste Treffen mit meiner Freundin Hania endete in einem ersten Kopfwaschen, Kritiker verscheuchen, Brainstorming, Mindsetting, oder wie auch immer man es nennen will. Klar war meine Wunschvorstellung, dass sich, zur Belohnung für die ganze Lebensumstellung und das ganze Loslassen, sobald wir die Haustür hinter uns zuziehen, unser Leben total verändert. Ich wollte am liebsten alle Sorgen, Probleme, Geldnöte hinter der Tür lassen. Doch so einfach ist das nicht.
Wir können diesen Lebensbegleiterscheinungen nicht weglaufen. Sie gehören zu uns, wollen gesehen und bearbeitet werden. Durch eine Veränderung im Leben kann es einfacher sein mit ihnen umzugehen. Manches löst sich tatsächlich auf oder es zumindest nur noch auf eine kurze Zeit begrenzt. Anderes bleibt hartnäckig, weil wir noch nicht die Ursache, den Auslöser, bearbeitet haben. Oder wir sind einfach zu ungeduldig.

So wie bei mir. Ich bin schlicht und ergreifend zu ungeduldig. Meine Lebensvision eilt mit Siebenmeilenstiefel voraus - doch meine Seele und auch das Universum kommt nicht hinterher. Und weil mein Blick nur auf die Zukunft gerichtet ist, vergesse ich darauf zu schauen, was ich schon erreicht habe. Welche Schritte ich und wir schon bewältigt haben. Ich übersehe was ich habe und bin. Die Folge davon ist, dass mich jede negative Kleinigkeit und auch jede blöde Bemerkung des inneren Kritikers, sofort aus der Bahn wirft.

Doch diese Blickfehlstellung haben wir gestern begonnen zu korrigieren:
1. Bestandsaufnahme mit Hilfe einer Mindmap: Was habe ich, was bin ich, was schätze ich an mir, was schätzen andere an mir
2. Aufgaben und Übungen abgesprochen, die nicht nur meine Schwingungen wieder erhöhen
3. Diskussion und Gegenargumentation mit dem lieben Kritiker (der im Grunde ebenfalls eine Daseinsberechtigung hat *):
- Ja, ich lebe meinen Traum! Wir leben in unserer Ivy, können dahin fahren, wo es uns gefällt. Und selbst wenn wir aufgrund Terminen Deutschland noch nicht verlassen haben, können wir uns aussuchen, wo wir den Tag und auch die Nacht verbringen möchten.
- Ja, wir sind frei! Auch wenn wir noch immer Termine hier im Raum Koblenz wahrnehmen, alles dient der Vorbereitung unseres Lebens auf Europareise. Die Termine sind notwendig zur Schaffung der richtigen Grundlage. Umso unbeschwerter und freier wird unsere Reise werden.
- Ja, KunstaufReisen ist der richtige Name für uns! Denn wir werden nicht nur wieder malen, sondern auch basteln, Bücher schreiben, Fotos machen und Blog schreiben. Und wer weiß was sich noch alles findet. Denn die Kreativität haben wir beide im Blut.
- Ja, Ivy ist noch nicht ganz fertig! Das ist doch kein Problem. Wir haben alles was wir brauchen. Die Restarbeiten werden in den nächsten Wochen auch noch fertig gestellt. Es kann nicht alles auf einmal, nach und nach ist auch in Ordnung. Außerdem haben wir festgestellt, dass wir unterwegs die besten Ideen entwickeln. Hätten wir den Ausbau vor dem Reisebeginn fertig gestellt, es wäre nicht so perfekt für uns geworden, wie es jetzt wird....

Jetzt ist der kleine Sturkopf verschnupft und hat sich etwas verzogen. Er hat gemerkt, dass ich Rückendeckung habe um ihm Paroli zu bieten. Und das ist gut so. Meine Zweifel sind schon viel kleiner, trotzdem werden wir noch gemeinsam an unserer Blickrichtung arbeiten. Denn diese Gesprächsrunden mit Hania sind nie einseitig - alle profitieren davon, jeder lernt daraus, wird an weises Wissen erinnert. * Der innere Kritiker hat genauso seine Zuhause in uns, wie Freude, Liebe, Hoffnung, Traurigkeit, usw.. Er regt durch seine Einwürfe an über Entscheidungen oder Einstellungen nachzudenken. Ohne den Kritiker - so lästig und unerwünscht er oft ist - würden wir nie etwas hinterfragen. Ich persönlich bezweifle dass das eine Lösung ist. Irgendwie mag ich den zerzausten, mürrischen Kauz ja gern.....

Day  95 18. September 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Waschen, Mindset, Arzttermine

Nach einer unruhigen Nacht in einer Seitenstraße eines Industriegebietes in Koblenz haben wir den ersten Arzttermin absolviert: Ich habe endlich mal meinen Fuß untersuchen lassen, der mir noch immer Probleme und Schmerzen verursacht. Doch Entwarnung, denn es war / ist nichts gebrochen. Lediglich richtig ordentlich verstaucht. Dazu hat sich die Arthrose durch den Splitterbruch vor 3 Jahren verschlimmert. Ok. Mit dieser Diagnose kann ich leben. Also heißt es jetzt weiterhin moderat bewegen, Geduld haben und meine Mineralstoffe weiter nehmen.

Nach dem Termin haben wir beschlossen, wieder auf den bewährten Platz in Kettig zu wechseln. Dieser Platz liegt zentral für die nächsten Termine. Sie sind von dort aus mit unserer Lotte gut erreichbar.
Die Katzen können bedenkenlos laufen und mit den Hunden ist dort angenehm zu gehen. Also mit den Hunden und meinem lädierten Fuß. Hier ist es eben und die Wege sind befestigt, so kann ich die Spaziergänge auch wieder alleine übernehmen, wenn Detlef auf seinen Terminen ist. ,,

Es ist auch praktisch, dass wir dort auch die Dusche und die Waschmaschine von unserer Freundin Hania nutzen können. .....und Brainstorming / Mentaltraining mit ihr machen können, quatschen, was unternehmen, Stößchenabend, und .....
Wir werden die Zeit mit Sicherheit gut nutzen....

Hanna hat unseren Mäusen auch noch ein Lammfell geschenkt. Sie sind begeistert und wechseln sich schön ab mit drauflegen. Na, das nenne ich dann mal Volltreffer....

Day  94 17. September 2019 Kasbach-Ohlenberg, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Eifelblick

Auf dem weiteren Weg nach Koblenz verbringen wir 2 Tage in Obererl.
Diesen genialen Platz haben wir von einer lieben Wohnmobilistin empfohlen bekommen, die dort wohnt. Die Aussicht ist der Hammer. Wir können bis in die Eifel schauen. Kilometerweit.
Mein Mann ist von einer weißen Kugel am Horizont fasziniert, die, wie wir später rausfinden, zu dem Fraunhofer-Instititut für Hochfrequenztechnik und Radartechnik gehört. Sie sieht aus wie ein überdimensionaler Luftballon, der je nach Sonneneinstrahlung regelrecht leuchtet.

Es ist immer wieder schön zu sehen, welche liebe Menschen in unser Leben purzeln. Die Hilfe anbieten, tolle Plätze empfehlen. Danke Martina. Wir kommen gerne noch einmal wieder.....

Day  92 15. September 2019 Overath, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Familienzusammenführung

Unglaublich, doch auf unserem Weg von Amöneburg nach Overath durch den Westerwald, zeigte sich mal wieder eine der Westerwälder Eigenheiten: Nebel. Man kommt über einen Hügel und plötzlich hat man ganz anderes Wetter. Sichtweite ca. 150m. Und nach einigen km ist der Nebel genauso plötzlich wieder verschwunden....... Spooky.....

In Overath angekommen, haben wir einen schönen Platz zum Freistehen gefunden. Sogar Stadtnah, direkt an der Agger, mit schönen Spazierwegen und nur wenige Gehminuten bis zu unserem Sohn.


Unsere erste Amtshandlung nach unserer Ankunft gestern, war ein schöner Spaziergang mit unseren Hundekindern und im Anschluss haben wir erst mal unseren Kühlschrank gefüllt. Es bot sich an, denn Aldi ist ebenfalls nur wenige Gehminuten von unserem Stellplatz weg. Außerdem machten wir einen kleinen Stadtbummel und erledigten noch weitere Einkäufe.

Gestern morgen waren wir mit Florian zum Frühstück verabredet. Ein schöner Morgen mit guten Gesprächen.
Und dann bekamen wir eine Überraschung: Auch Sebastian kommt mit seinen beiden Frauen "vorbei". Die kleine Maus ist gut ausgeschlafen und so haben sie Lust die Strecke bis hierhin zu fahren, um ein paar Stunden mit uns und Florian zu verbringen. Wir freuen uns sehr. Denn es ist immer wieder so schön, Zeit mit unseren Kindern, unseren Nichtkindern und vor allem mit unserer kleinen Maus zu verbringen.

Heute morgen haben wir noch ein paar schöne Stunden mit Florian und Eva verbracht. Wir machten gemeinsam einen schönen Spaziergang, Kaffee trinken, reden, diskutieren, lachen, …..

Wir danken aus tiefstem Herzen für die schöne Zeit mit euch allen.

Day  89 12. September 2019 Steinbach, 36448, Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Und wieder ruft die Heimat

Da uns wieder Termine in Koblenz rufen, haben wir unseren Aufenthalt in Steinbach beendet.

Durch das mehr als großzügige Angebot von Sebastian, konnten wir nicht nur die ganze Zeit kostenfrei stehen, sondern auch notwendige Arbeiten erledigen.
Die Heizung ist eingebaut und läuft perfekt, die Toilettenlüftung ist montiert, Ersatz- und Bauteile beschafft und diverse Deko gefertigt und angebracht.


Nachdem heute morgen dann auch unsere neuen Batterien geliefert wurden (eigentlich wollten wir Dienstag schon abfahren, doch unsere alten Batterien versagten ihren Dienst), und Detlef sie eingebaut hat, startete Ivy völlig ohne Probleme.
So konnte er sogar mit seinem neuen Druckluftdingens den Reifendruck von Ivy auf ein Optimum bringen.

Und dann hieß es Abschied nehmen: die Hunde von ihren Hundefreunden und wir von unserer Freundin. Wir danken Christl aus tiefstem Herzen für ALLES. Und: wir kommen wieder....

Day  89 12. September 2019 Amöneburg, Hessen, Deutschland

Mitten in der Natur

Auch wenn die Termine rufen, werden wir auf dem Weg nach Koblenz einen Umweg über Overath und verschiedene Zwischenstopps machen.

Heute übernachten wir unterhalb Amöneburg.
Wir haben einen fast romantischen Parkplatz entdeckt, der abseits von den Straßen ist. Alle Fellnasen sind darüber begeistert, denn die Tiger können stromern und auch die Hundekinder können noch etwas vor der Ivy liegen.
Und wir genießen die herrliche Aussicht.
Gibt es etwas Schöneres als mit einem solchen Ausblick den Tag ausklingen zu lassen? Ja - das gibt es.... mit einem solchem Ausblick einschlafen und wieder aufwachen 😊

Day  70 24. August 2019 Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Ein Theater mitten im Wald

Heute steht eine Wanderung mit den Hundekindern an. Wird langsam Zeit, dass ich die Umgebung weiter erkunde....

Von unserem Standplatz aus bin ich ganz schnell mit meinen Mäusen im Wald. Unser Ziel ist das Felsentheater.
Vorbei an einem ehemaligen Steinbruch kommen wir nach wenigen km an eine Treppe mitten im Wald. Selbst die Hunde finden das interessant. Oberhalb der Treppe sind Felsformationen mit unzähligen Höhlen, die mich faszinieren. Ich stelle immer wieder fest, dass mich die Natur so sehr begeistert. Ich kann gar nicht anders als dort rein zu schauen und ich werde tatsächlich fündig. In einer der kleinen Löcher finde ich eine alte Geocaching-Kiste. Die scheint schon ein paar Jahre nicht mehr genutzt worden zu sein. Ich verstecke sie wieder genau so, wie ich sie gefunden habe.

Und dann kommen wir schon wieder an Treppen. Alte Steintreppen, die zum Felsentheater führen. Treppen, Treppen und Treppen. Wunderschön angelegt vor langer langer Zeit. Selbst die Wurzeln der Bäume haben ihre Spuren hinterlassen. Das Felsentheater ist ein kleiner Platz mit einer Höhle und noch mehr Treppen. Setzt man sich auf einer der Bänke und lässt die Gedanken spielen, kann man fast die Stimmung spüren, die hier bei einer Vorstellung geherrscht haben könnte. Romantisch? Etwas gruselig? Wer weiß....

Auch wenn meine Hunde sich total verausgabt haben mit rennen, erkunden, Treppen hoch und runter pesen und spielen, nach einer kurzen Pause geht es weiter....

Day  70 24. August 2019 Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Die Aussicht ist famos

Mein nächstes Ziel auf unserer Wanderung ist die Burgruine Liebenstein. Im Gegensatz zu meiner Erwartung ist die Burgruine sehr gepflegt und wird vom Verschönerungsverein instand gehalten. Auch heute sind wieder fleißige Männer am Werk. Sie zeigen mir den Trog mit Wasser, der extra für die Hunde bereit steht, den meine Hunde auch direkt nutzen.

Von dem Aussichtsturm habe ich eine Wahnsinns-Aussicht und bin total begeistert. Ich kann nicht aufhören Fotos zu machen....

Als ich endlich fertig bin, geht es zurück nach Hause.

Und dann passiert es:
Die großen Wege sind alle mit gelben Kiesel angelegt. Sieht toll aus, ich muss aber jetzt aus eigener Erfahrung sagen: total doof, wenn die Hunde lossprinten um ein Reh zu verfolgen, welches 5 m vor uns den Weg kreuzt.
Ich rutsche aus, knicke um und falle.... Erst einmal tief durchatmen, etwas trinken und dann testen, ob alles heil ist. Ich habe Glück im Unglück: der Fuß ist zwar sofort angeschwollen scheinbar "nur" verstaucht.
Dann humpel ich mal, wortkarg mit zusammengebissenen Zähnen, heim.

Day  66 20. August 2019 Heringen, Hessen, Deutschland

Ein Halt für die Geschichte

Nach einem etwas verspäteten Start, weil unser kleiner schwarzer Mann mal wieder null Bock auf Lkw fahren hatte und mich ignorierend, stur im Gestrüpp liegen blieb, sind wir jetzt weiterhin auf dem Weg nach Steinbach.
Auf dem Weg dorthin fuhren wir an einem Geschäft mit dem sehr interessanten und aussagekräftigem Namen "ALLES DA". Na dann... Wir haben die Aussage allerdings nicht überprüft.

Weiter ging es vorbei am "Monte Kali", der sich bei Heringen befindet. Dass es kein natürlicher Berg ist, sieht man auf den ersten Blick. Doch was ist er dann? Beim "Monte Kali" handelt es sich um den höchsten Kali-Berg Deutschlands, eine Abraumhalde aus Überresten der Kalisalzproduktion.

Auch andere Zeichen des ehemals regen Bergbaus sind nicht zu übersehen. Überall stößt man auf Besucherbergwerke, verzierte Förderwagen und gelegentlich auch auf Fördertürme.

Eine Kaffeepause legen wir in Vacha ein. Vacha ist nicht nur das Tor zur Rhön und die älteste Stadt Thüringens.
Vacha war zu DDR-Zeiten Grenzgebiet, mit ganz eigener Geschichte.
1990 wurde die Werrabrücke zur "Brücke der Einheit" umbenannt, zum Gedenken an diese furchtbare Zeit. Um dem Verständnis der nachfolgenden Generationen zu dienen und aufzurütteln, wurden Grenzturm und Grenzstein erhalten und weitere Grenzelemente als Mahnmal ausgestellt.

Day  66 20. August 2019 Steinbach, 36448, Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Zurück in Steinbach

Wir sind nun wieder in Steinbach, wo wir auch die nächsten Tage verbringen werden.
Uns wurde erneut ein Standplatz auf einem Firmengelände in der Nähe unserer Freundin, wieder sehr praktisch. So kann Detlef weiter an Ivy basteln, denn langsam wird es Zeit, dass die Heizung läuft.

Wir haben das große Glück, dass sich in der Fahrerkabine eine Standheizung befindet, die wir dort nicht benötigen. Und da es sich haargenau um das Teil handelt, was wir in unsere "Wohnung" einbauen wollten, bietet es sich an, diese einfach umzusetzen. Naja, einfach ist leicht untertrieben. Aber Detlef hat Zeit, liest sich ein, plant und baut in aller Ruhe um.
Gleichzeitig trifft auch unser Stromwandler ein. Somit haben wir jetzt auch 230V in unserer Ivy, so dass Detlef alle Werkzeuge betreiben, aber ich auch den Laptop nutzen kann.

Mit dem Wetter haben wir auch Glück, die Sonne bleibt uns treu. Auch wenn die Natur uns auf den bevorstehenden Herbst und den Winter aufmerksam macht. Denn in einer schlaflosen Nacht höre ich die ersten Wildgänse. 2 Tage später sammeln sich zum ersten mal die Schwalben. Ein tolles Schauspiel. Da fällt mir auch ein, dass wir auf dem Weg hier her große Schwärme Stare gesehen haben, die sich ebenfalls sammelten. Aber noch ist es sehr warm und trocken und alle genießen die Zeit hier....

Day  65 19. August 2019 Wetzlar, Hessen, Deutschland

Zwischenstopp in Wetzlar

Nachdem wir gestern bei unserer Freundin ausgiebigst gebruncht, gewaschen und geduscht und heute noch Einkäufe beim Baumarkt erledigt haben, sind wir wieder on Tour. Noch einmal in Richtung Bad Liebenstein - Steinbach.
Da wir nach der letzten Tour gesagt haben, dass wir nur noch höchstens 150 - 200 km am Tag fahren, machen wir heute Zwischenstop in Wetzlar. Wir haben zwar seit Weilburg nach einem Platz an der Lahn Ausschau gehalten, aber leider nichts geeignetes gefunden.... Jetzt stehen wir am Rand eines Industriegebietes, wo wir schön mit den Hunden gehen und auch die Katzen raus können.
Nachdem Lucky die ganze Fahrt über gejammert, dafür auch ein paar von seiner Schwester gefangen hat, tut es gut, dass die beiden kleinen schwarzen Streithähne jetzt getrennte Wege gehen können. Was sie auch tun. Luna genießt die Ruhe und liegt in der offenen Ivytür und Lucky ist schon auf Erkundungstour.
Detlef marschiert gerade zu Obi, in der Hoffnung dass die eine Bäckerei dabei haben. Sonst gibt's morgen kein Frühstück.

Day  63 17. August 2019 Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Unsere Maus fehlt uns

Heute haben wir einen Abstecher nach Bad Ems gemacht und einen Teil unserer Kinder und vor allem unser kleines Mäuschen besucht. Wir genießen jede Minute, die wir mit unserem Jungvolk verbringen. Und damit uns während unserer Reise die kleine Maus nicht zu sehr fehlt, werden wir immer schön mit Fotos und Videos versorgt.

Day  62 16. August 2019 Kettig, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Wer ist hier der Chef?

Nach 2 Tagen oberhalb Winningen stehen wir jetzt in Kettig auf einem Parkplatz. Eigentlich wollten wir schon etwas früher den Standplatz wechseln, doch unser Kater wollte erst noch in Ruhe seinen Mittagsschlaf in den Weinbergen beenden und ignorierte mein rufen. Ich denke das wird nicht das letzte mal gewesen sein, dass sich unsere Abfahrtspläne wegen ihm verschieben.
Jetzt ist er schon wieder auf Achse und erkundet die Obstplantagen. Die Hunde liegen vor der Tür und genießen die Sonne. Wir trinken noch Kaffee und werden dann einen schönen Spaziergang machen und den Abend gemütlich mit einem Glas Wein ausklingen lassen.

Day  61 15. August 2019 Flugplatz Koblenz-Winningen (ZNV), Flugplatzweg, Winningen, Rheinland-Pfalz 56333, Deutschland

Schreck lass nach

Der Tag beginnt mit einem kurzen Schrecken: Das Handy lädt nicht. An der Steckdose ist keinen Strom. Der erste Gedanke an eine herausgesprungene Sicherung wird wieder verworfen, denn wie wir feststellen müssen, sind alle Steckdosen und auch der Kühlschrank tot. Erst dann fällt der Blick auf den Verteiler der Solaranlage: Fehlermeldung! Glücklicherweise läßt diese sich dann relativ schnell beheben.

Neben der herrlichen Aussicht und den schönen Weinbergen, befindet sich hier mitten im Wald ein Hexenhügel. Der vor einigen Jahren aufgestellte Stein, erinnert an die Hexenverbrennungen um die Zeit von 1630, denn das kleine Moseldorf Winningen war eine der "Hochburgen".

Die Tiere lieben es hier zu sein. Mit den Hunden kann man hier wunderschöne Spaziergängen machen und die Katzen finden hier Unmengen Mäuse. Paradisisch...

Day  60 14. August 2019 Flugplatz, 56333 Winningen, Deutschland

Die Aussicht entschädigt

Heimatbesuch wegen dringender Termine....
Nach einer langen Fahrt mit vielen Baustellen, Umleitungen und einer Navigationsfehlentscheidung der Fahrerin, kommen wir viel später als geplant an. Der ausgesuchte Stellplatz bestätigt sich als geniale Entscheidung. Bessee hätten wir es nicht treffen können. Wir haben eine Wahnsinnsaussicht auf Winningen und die Mosel. Hinter uns landen die letzten Flugzeuge. Und als Ruhe einkehrt hören wir die Grillen zirpen. Nur die Güterzüge, die alle paar Stunden durchs Moseltal rollen, stören die Idylle. Aber damit kann man auf diesem Platz gut leben.

Day  59 13. August 2019 Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Unglaublich: 56 Sorten

Ein Spaziergang nach Bad Liebenstein, vorbei an weißen Kühen, am Tierpark entlang durch den Kurpark. Unser Ziel ist die Eisdiele, denn da soll es das beste Eis der ganzen Umgebung geben.
Nach unserem Test können wir das gerne bestätigen. Überwältigende 56 Sorten stehen zur Auswahl, von denen wir aber "nur" 10 probiert haben. Diese waren definitiv alle für sehr lecker. Empfehlenswert.

Day  56 10. August 2019 Brotterode-Trusetal, Thüringen, Deutschland

Ein klingender Wald

Heute war ich mit unserer flotten Lotte am Trusetaler Wasserfall und im Klangpark. Schon auf dem Weg zogen unter anderem dieser super schön gestaltete Schaltkasten und die Botschaft einer Hauswand, meinen Blick auf sich.


Der Klangpark ist ein 750m langer Rundweg, an dem aus alten Bergwerksgegenständen, Musikinstrumente gebaut wurden. Außer mir waren noch ein paar Familien mit Kindern unterwegs. Ich konnte zwar nicht alles sehen, doch der ganze Wald war von Gongs und metallenem Klingen erfüllt. Mein inneres Kind kam voll auf seine Kosten, denn natürlich habe ich auch die Instrumente ausprobiert.... Schön was die Organisatoren sich hier haben einfallen lassen. So kann Kultur und Geschichte auch vermittelt werden, denn bei jedem "Instrument" war auch eine kurze Beschreibung, welche Funktion das Gerät ursprünglich hatte.


Danach war der Wasserfall mein Ziel. Auch wenn er von Menschenhand gesteuert wird - das Wasser wird in den Wintermonaten umgeleitet - ist er sehr beeindruckend. Für ein Eintrittsgeld von 2,-€ kommt man auch ganz nah an ihn ran und kann den Rundweg bewandern. Rundweg hört sich gut an, denn erst muss man 223 Steinstufen bewältigen, die sich direkt neben dem Wasserfall befinden. Oben angekommen geht der Weg an dem Zulauf entlang. Ich bin nur eine "kleine" Runde gegangen und habe die Aussicht von der Teufelskanzel aus genossen. Die Stufen sind auch nach unten eine Herausforderung. Doch die Aussichten und die Natur belohnen dafür.

Day  56 10. August 2019 Brotterode-Trusetal, Thüringen, Deutschland

Trusetaler Wasserfall

Nach dem Klangpark war ich am Trusetaler Wasserfall. Beim Eintrittshäuschen konnte ich Helm und dicke Jacke deponieren und habe dabei prompt meine Tasche fallen gelassen. Ergebnis: Trinkflasche kaputt. Na klasse. Also musste ich, bevor ich zum Wasserfall konnte, noch meine Tasche trocken legen. Doch der Wasserfall entschädigte mich....
Auch wenn er von Menschenhand gesteuert wird - das Wasser wird in den Wintermonaten umgeleitet - ist er sehr beeindruckend. Für das Eintrittsgeld von 2,-€ kommt man auch ganz nah an ihn ran und kann den Rundweg bewandern. Rundweg hört sich gut an, denn erst muss man 223 Steinstufen bewältigen, die sich direkt neben dem Wasserfall befinden. Oben angekommen geht der Weg an dem Zulauf entlang.
Ich bin nur eine "kleine" Runde gegangen und habe die Aussicht von der Teufelskanzel aus genossen. Die Stufen sind auch nach unten eine Herausforderung. Doch die Aussichten und die Natur belohnen dafür.

Day  55 9. August 2019 Steinbach, 36448, Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Was man hier alles so findet

Weitere Relikte aus vergangenen Zeiten....
In Steinbach wurden früher Bestecke und ganz speziell auch Messer hergestellt. Die waren zu DDR-Zeiten so hochwertig, dass unsere Freundin sie heute noch benutzt, ohne dass wirklich Vergang daran ist....

Day  54 8. August 2019 Ruhla, Thüringen, Deutschland

Kulturelle Weiterbildung

Heute habe ich einen Ausflug nach Ruhla gemacht. Um nach Ruhla zu kommen, bin ich mit unserem Roller "Lotte" über die Rennstrecke des Glasbachrennen nach Ruhla gefahren. Lotte tat ihr Bestes und ich glaube, sie fühlte sich wie ein großes Motorrad oder sogar wie ein Rennwagen.... Das Glasbachrennen findet jährlich im Juni statt. Die Rennstrecke ist die normale, aber sehr gut ausgebaute, Straße zwischen Steinbach und Ruhla, mit vielen Serpentinen und Kehren.

Am Ortseingang von Ruhla hat man freien Blick auf die Sprungschanzen. Unser Freundin erzählte mir, dass Steinbach früher auch eine Schanze hatte, auf der zu DDR-Zeiten sogar große Meisterschaften stattfanden.

Ruhla war mal eine Industriestadt, in der nicht nur Uhren hergestellt wurden, sondern auch Tabakpfeifen, Messer, Elektronik und vieles mehr. Teilweise verloren sich die Gewerke durch Weiterentwicklung und dem Lauf der Zeit, andere endeten mit dem Ende der DDR.
Um die Geschichte des Ortes zu wahren, befinden sich in Ruhla unter anderem mehrere Museen. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt, habe ich mir zuerst das Uhrenmuseum angesehen. Ich war wirklich erstaunt, welche fortschrittliche Technik in diesem Werk schon immer entwickelt wurde. Denn neben einer sehr umfangreichen Ausstellung von Uhren und Maschinen, gibt es noch viel interessantere Hintergrundinformationen. Zum Beispiel, dass eine Uhr aus Ruhla mit Sigmund Jähn im Weltall war, ein Prototyp einer Solararmbanduhr dort entwickelt wurde oder auch dass Schachuhren aus Ruhla auf namhaften Meisterschaften ihren Dienst taten und tun, und vieles mehr. Auf jeden Fall mega interessant und definitiv empfehlenswert.
Nach einer Tasse Kaffee habe ich einen Spaziergang durch den Ort gemacht. Neben alten, verfallenen Häusern stehen Fachwerkhäuser, die mit viel Engagement, Liebe und Arbeit, restauriert wurden. Eines schöner als das andere.

Dann zog es mich zum Tabakpfeifenmuseum. Dort wurde ich von einer älteren Dame, die dort ehrenamtlich Dienst tut, begrüßt. Sie ist mit Leib und Seele dabei und trägt ein unglaubliches Wissen über die Geschichte von Ruhla in sich. So wurde ich schon im Eingangsbereich umfangreich mit Wissen gefüttert, nein eher überschüttet. Das Museum ist ihre Passion, ihr Baby. Es war eine Freude ihrer Auskunftsflut zuzuhören und dabei ihre strahlenden Augen zu sehen. Als ich dann meinen Rundgang startete, begeisterte mich nicht nur die Ausstellung, sondern auch das Gebäude an sich. Das Museum befindet sich in einem alten Fachwerkgebäude mit niedrigen Decken, noch niedrigeren Türen und knarzenden Böden. Jedes Zimmer ist gefüllt mit Informationen über Ruhla, aus den unterschiedlichsten Bereichen. Die kleine Stadt hat viel zu erzählen: zum Beispiel von einem erfolgreichen Komponisten, zu dessen Ehren noch heute jedes Jahr Festspiele stattfinden, einem Karthografen, der die Afrikakarte seinerzeit aktualisierte und einigen weiteren Berühmtheiten. Dazu eine faszinierende Tabakpfeifenausstellung, Bestecke, Erdgeschichtliches und noch mehr. Ein Besuch des Museums ist auf jeden Fall empfehlenswert. Und wem die Informationen in den Ausstellungen nicht genügen: es gibt noch die Dame an der Kasse....

Day  52 6. August 2019 Steinbach, 36448, Bad Liebenstein, Thüringen, Deutschland

Relikte aus einer anderen Zeit

Seit gestern Abend sind wir zu Besuch bei einer lieben Freundin in Steinbach bei Bad Liebenstein. Wir stehen auf einem öffentlichen Parkplatz und haben leichte Hanglage in unserem Zuhause. Aber auch das gehört zu einem Leben im Wohnmobil.
Schon bei unserem ersten Spaziergang entdecken wir in so manchen Hinterhöfen noch Relikte aus einer vergangenen Zeit: von einem alten Feuerwehrautos über einen antiquarisch angehauchten Rennwagen bis hin zu Trabbis, die zu blechernd röhrenden Miniflitzern umfunktioniert wurden.
Wir werden hier einige Tage bleiben und die Zeit - neben Kaffeetrinken und quatschen - auch zum weiterbosseln an unserer Ivy, zum Wäsche waschen und für verschiedene Ausflüge nutzen. Zu entdecken und sehen gibt es hier jede Menge.

Day  50 4. August 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Testphase beendet

Den Standplatz hier in Niederbreitbach haben wir vielfältig genutzt. Einerseits um den Zahnarzt zu konsultieren, Therapie wahrzunehmen, weitere Arzttermine zu absolvieren, aber auch, um Ivy noch weiter herzurichten. Und um Mängel zu beseitigen. Ok. Einen Mangel. Wir haben nämlich festgestellt, dass eines der Dachfenster nicht ganz dicht ist. Also musste das schnellstens gerichtet werden, bevor ein Schaden entsteht.

Die Engel haben uns begleitet, wir hatten mehrmals lieben Besuch von Familie und Freunden, ich habe gekritzelt und gemalt.

Und wir haben nach reiflicher Überlegung nochmals aussortiert, uns nochmals von Ballast befreit. Es ist echt der Hammer, wie leicht das fällt. Das was wir - vor allem ich - uuuunbedingt behalten wollte, gebe ich jetzt ganz leicht ab. Nochmals Malsachen, Bücher, Kleidung und Deko. Allerdings bekommen wir nicht alles verkauft, somit lagern wir einen Teil bei den Jungs und Hanna ein, den Rest schleppen wir weiterhin mit uns rum. Dafür findet sich mit Sicherheit auch noch eine Lösung.

Day  45 30. July 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Nächtlicher Besuch – Teil 2

Es scheint dem kleinen Kerl gut geschmeckt zu haben, denn vorgestern Nacht war er auch wieder da. Er knabberte was direkt unterm Schlafzimmerfenster.
Gestern Nacht war das Geräusch des Igels anders. Es hörte sich eher nach einem Husten an. Ich war mir erst nicht sicher, ob es wirklich der Igel ist, das Geräusch war wirklich unheimlich. Aus dem Schlafzimmerfenster konnte ich nichts sehen. Also was tun. Dann hat die Neugier gesiegt. Ich schnappte mir die Taschenlampe, raffte meinen ganzen Mut zusammen und ging raus. Immer noch hörte ich dieses raue Husten.
Des Rätsels Lösung konnte ich dann im Schein der Taschenlampe sehen: Unser neuer Freund hat noch einen Kumpel mitgebracht. Doch der hat sich scheinbar an irgendetwas verschluckt und hustete tatsächlich. Ich stellte ihnen Katzenfutter hin, was sie gerne annahmen. Und nachdem der kleine Kerl was gegessen hatte, hörte auch sein Husten auf. Scheinbar konnte er das Störende im Hals so mit herunter schlucken.

Day  42 27. July 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Nächtlicher Besuch

Es ist zwar schon dunkel, doch ich sitze noch bei einem Glas Wein draußen unter dem Sternenhimmel. Diese Ruhe tut so gut, die ganze Umgebung schläft. Ich hänge meinen Gedanken nach und schrecke plötzlich auf. Irgendwas raschelt ganz komisch unter Detlefs Stuhl. Da es so dunkel ist, kann ich nichts erkennen. Jetzt hab ich tatsächlich ein bisschen Schiss. Ich kann ja noch nicht mal meine Schlappen sehen, geschweige denn, was sich daneben oder sogar darin befindet. Doch es nutzt nichts. Mein Mann schläft schon und selbst mein Handy liegt schon drinnen. Also bleibt nur "selbst ist die Frau", ich taste mich ganz vorsichtig und langsam zur Ivy-Treppe und hole drinnen die Taschenlampe.
Und dann kommt der "Oh, wie süß"-Moment. Denn das Rascheln kommt von einem Igel, der was zum futtern sucht. Und da Balu etwas seines Trockenfutters verschüttet hatte, ist das für den Igel gefundenes Fressen. Und Wasser haben wir eh immer draußen stehen.
Na dann lass es dir schmecken, kleiner Stachelkerl.

Day  21 6. July 2019 Niederbreitbach, Rheinland-Pfalz, Deutschland

Manchmal kommt es anders

Eigentlich wollten wir ja ein paar Tage mehr unterwegs sein, doch ein abgebrochener Zahn zwingt uns zur Heimkehr. Da die Stellplätze im Koblenzer Raum 1. nicht ganz günstig und 2. immer recht voll sind, schauen wir im weiteren Umkreis nach einem Platz, an dem wir länger bleiben können.
Wir steuern einen Wohnmobilstellplatz in Niederbreitbach an, der sich als gute Wahl heraus stellt. Die Stellplätze sind groß, begrünt und schön parzelliert. Obwohl er an einem Freizeitgelände liegt, ist er ruhig, man kann die Sanitäranlagen und die Waschmaschine auf dem daneben liegenden Campingplatz nutzen.

Für mit den Hunden zu gehen bieten sich hier zahlreiche Spazierwege an, wobei die am allerliebsten in der Wied spielen, die direkt ans Gelände angrenzt.

Die Katzen sind ebenfalls begeistert. Sind hier doch Wiesen mit unzähligen Mäusen und Hecken zum Verstecken, ohne dass sie sich weit vom sicheren Zuhause entfernen müssen. Oder sie liegen einfach nur faul in der Sonne....

Day  20 5. July 2019 Sondern, 57462, Olpe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Richtiges Schwimmwetter

Gestern und heute haben wir richtig schöne Spaziergänge gemacht. Wir genießen die Gegend, die Ruhe und die Einsamkeit.
Der Wald begeistert unsere Hundekinder schon sehr, doch als sie gestern zum ersten Mal an das Wasser kamen, konnten sie gar nicht genug bekommen. Bella hat auch ihren Freischwimmer gemacht.

Sie hatten so viel Freude, dass wir heute nicht umhinkamen, den Spaziergang heute noch einmal zu wiederholen.

Day  19 4. July 2019 Sondern, 57462, Olpe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Freistehen 1.0

Unsere erste Freistehnacht liegt hinter uns. Es war spannend, auch wenn es für andere vielleicht nicht so spektakulär wirkt. Doch so ohne offiziellen Standplatz, ohne die Sicherheit und die Vorzüge eines Campingplatzes, nur mit dem Strom unserer Photovoltaikanlage und dem Wasser in unseren Wasserkanistern, ist es etwas anderes. Und dann ist auch das erste Mal definitiv spannend.

Wir stehen also auf einem öffentlichen Parkplatz am Rand von Sondern und genießen diese Freiheit, die nicht selbstverständlich ist.

Day  18 3. July 2019 Sondern, 57462, Olpe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Der Biggesee ruft

Eigentlich wollten wir ja schon längst ins Ausland reisen, doch die Verpflichtungen nehmen noch kein Ende. Da aber in den nächsten 2 Wochen eine regelrechte Termin-Sommerpause ist, haben wir beschlossen auf Tour zu gehen. Wir wollen ausprobieren, wie es ist frei zu stehen. Nicht auf einem Camping- oder Stellplatz, sondern autark.
Somit werden die Tiere "eingepackt", alles gesichert und verstaut, Reiseroute ins Navi eingegeben und ........ nichts und. Ivy springt nicht an.

Unsere Vermutung ist, dass die Batterie entladen ist, weil wir zu lange gestanden haben. Mist. Was nun?
Überbrücken? Geht nur mit einem Fahrzeug mit einer 24 V - Batterie. Das muss also ein Lkw oder ein sehr sehr großes Wohnmobil sein.
ADAC? Hilft uns nur gegen eine horrende Summe weiter, da Ivy ein Lkw ist.
Ein anderer Pannendienst? Nach einigen Telefonaten haben wir einen gefunden, er kommt ein eineinhalb Stunden.

Also packen wir die Tiere wieder aus und kochen uns einen Kaffee........ Der Pannendienst kommt wie versprochen und zack - Ivy läuft. Jetzt können wir, 40,-€ ärmer, dann doch noch starten.

Hinter dem Campingplatz wechsele ich auf den Fahrersitz. Meine erste Fahrt als Fahrerin liegt vor mir. Mein Navigator hat es gut gemeint und will Autobahnen vermeiden. Dafür führt er mich durch Bonn. Ein besseres Fahrtraining gibt es kaum. Anfahren, Ampel, Stop, um wieder anzufahren.... Aber ich schaffe es mit Bravour. Wir kommen gut an unserem Zwischenstopp bei Florian und Eva in Overath und anschließend auch am Biggesee an. Ich bin total begeistert und stolz, mein Mann hat schon jetzt Angst, dass ich jetzt immer fahren will.

Der Blick ins Schlafzimmer beweißt aber dann doch, dass ich ein oder zwei Kurven etwas zackig genommen habe: Dem Bücherregal im Schlafzimmer ist anscheinend unterwegs schlecht geworden, denn es hat alle Bücher ausgespuckt......

Day  11 26. June 2019 Am Gülser Bootshafen, 56072 Koblenz, Deutschland

Wieder ein Stückchen weiter

Nachdem wir sortiert und geräumt haben, habe ich heute etwas dekoriert. Ivy sieht direkt noch wohnlicher aus. Außerdem ist so unsere kleine Maus immer bei uns.
Detlef hat in der Zwischenzeit Wasser in der Küche installiert. Jetzt sind wir nicht mehr zwangsläufig auf einen Campingplatz angewiesen. Wir bleiben aber noch etwas hier, weiter Kraft sammeln und noch wichtige Termine erledigen.
Und dann machen wir Feierabend und genießen ein Glas Bier bei "Kerzenlicht" redlich verdient.

Day  7 22. June 2019 Am Gülser Bootshafen, 56072 Koblenz, Deutschland

Unser Übergewicht muss reduziert werden

Wir haben ja schon unseren Hausrat drastisch reduziert. Trotzdem müssen wir feststellen, dass wir noch zuviel haben. Auf jeden Fall für die Art, auf der wir leben wollen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als nochmals die Bestände zu sichten, zu sortieren und noch mehr loszulassen, zu verschenken, verkaufen oder entsorgen. Außerdem wollen auch noch diverse Papiere sortiert werden. Davor drücken nutzt nichts - also ran an die Arbeit......

Day  3 18. June 2019 Am Gülser Bootshafen, 56072 Koblenz, Deutschland

Besser als Urlaub

Was geht es uns gut. Auf dem Randplatz lässt sich die Entspannung und das Nichtstun problemlos genießen. Hier können sich die Hunde an das Leben in der Ivy und die Katzen wieder an das Freigängerleben gewöhnen. Letztere sind total begeistert und bringen uns jede Menge Mäuse. So müssen wir wenigstens keine Angst vor dem Verhungern haben.

Day  1 16. June 2019 Am Gülser Bootshafen, 56072 Koblenz, Deutschland

Unser erstes Ziel

Unsere erste Fahrt führt uns nach Koblenz-Güls auf einen Campingplatz am Moselbogen. Zugegeben, die Europareise mit einer Etappe von 7 km zu starten, ist jetzt nicht der absolute Hammer, aber wir haben unsere Gründe.
Denn wir sind ziemlich ko, gerade die letzten beiden Tagen haben alle unsere Kräfte aufgezehrt. Dazu kommt, dass wir noch immer kein fließendes Wasser in unserer Ivy haben. Das will noch installiert werden.
Trotzdem, wir freuen uns enorm.

Florian hat noch eine Überraschung für uns: Ein Grill und Grillfleisch. Wow, wenn das nicht der perfekte Tagesabschluss ist. So eine geniale Idee. Detlef baut ihn sofort zusammen und JAAAAAAAA - er kann es noch! Und das obwohl wir schon so lange nicht mehr gegrillt haben.

Day  0 15. June 2019 Maximinstraße 33, 56072 Koblenz, Deutschland

Unser neues Leben beginnt

https://youtu.be/k4elIew-nmw

Ist es wirklich wahr? Unser neues Leben? Wir können es gar nicht richtig glauben. Und doch ist es so.
Die Wohnung ist geräumt, die Übergabe ist gemacht, die Tiere sitzen schon fahrbereit in der Fahrerkabine. Ivy, unser Lkw, ist ziemlich voll. Uns ist klar, dass wir noch weiter aussortieren und reduzieren müssen. Aber alles zu seiner Zeit.

Die ganzen letzten 4 Wochen waren sehr anstrengend. Allerdings waren diese Tage gegen gestern und heute morgen ein reines Zuckerschlecken. Irgendwie kamen wir gerade in den letzten Tagen immer weiter in den Verzug. Bis gestern morgen konnten wir das noch gut schön reden, doch je später es wurde, umso deutlicher zeigte sich, dass wir sehr gut Hilfe gebrauchen könnten. Wir räumten und räumten, doch die Zimmer wollten einfach nicht leer werden. Verdammt. Langsam verließ uns nicht nur die Kraft, sondern auch jegliche Motivation. Diese ließ sich auch mit nichts mehr anlocken, geschweige denn halten. Nur hatten wir, außer weitermachen keinerlei Optionen.
Um 14 kam Sebastian, unser Großer, mit Familie. Er sah sofort unsere Not und packte mit an. Und trotzdem war es wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Kopfschüttelnd meinte er nur: "Warum meint ihr immer alles alleine stemmen zu müssen. Ihr hättet was sagen sollen, dann wäre ich doch schon die Woche helfen gekommen..." Er hat ja Recht - doch jetzt ist das nicht mehr zu ändern.
Was er noch bewirken konnte, war, uns zu Pausen zu zwingen. Unsere Jungs kennen uns viel besser, als wir manchmal wahrhaben wollen. Er wusste genau, dass wenn wir keine Pausen einlegen, dass der Schuss nach hinten losgeht. Dass unsere Akkus plötzlich leer sind und wir das Pensum nicht schaffen können.

Ab 18 Uhr trafen unsere Freunde ein. Eigentlich wollten wir jetzt mit ihnen den Schritt in unser neues Leben feiern. Doch da war leider nicht dran zu denken. Es war noch immer kein Ende der Räumerei in Sicht. Und was gute Freunde ausmacht, ist, dass sie anpacken wenn Not am Mann ist. Unsere Wohnungsauflösung mutierte zum Gruppenentrümpeln.

Ich musste mich noch von sehr vielem trennen, was nicht mehr mit kann, sich nicht verkauft hat, keiner unserer Jungs oder Freunde gebrauchen kann. Tränen fließen. Ich war mit meiner Kraft am Ende, das schlichte Wegwerfen tat mir in der Seele weh. Ich sah hinter allem den finanziellen Wert, teils auch einen mentalen. Meine Jungs drückten mich und machten mir klar, dass ich das für meinen großen Traum mache, dass ich auch etwas entsorgen darf, was noch intakt ist.

Der Sperrmüllhaufen wuchs immer weiter. Und durch die vereinten Kräfte näherten wir uns auch gegen 22 Uhr allmählich dem Ende.
Wir hatten uns ein oder auch mehrere Bier und Steaks redlich verdient.....

Heute morgen stand dann die Räumung des Nebenraumes und des Treppenhauses noch an. Das haben wir gestern nicht mehr geschafft. Florian, unser Jüngster, hatte bei uns geschlafen und packte erneut mit an. Er nahm heute morgen das Zepter in die Hand, denn er hatte mehr Überblick als wir, da Detlef und ich einfach "durch" waren.

Um 13 Uhr war dann Wohnungsübergabe. Die ging reibungslos über die Bühne. Nach Kaffee und Plätzchenversorgung durch eine liebe Nachbarin gingen dann auch die Restarbeiten endlich von statten.

Es ist geschafft! Unser neues Leben beginnt......

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