Kunst auf Reisen

Kunst quer durch Europa

Schwarz – Weiß

Kennst du das auch? Dann passieren zwei drei blöde Sachen und schon ist die ganze Gefühlswelt auf den Kopf gestellt….

So erging es mir an dem Tag mit der missglückten Stellplatzsuche an der See und dem Knöllchen. Denn es musste ja trotzdem ein Stellplatz für die Nacht her.
Doch wie soll das klappen, wenn man dann demotiviert ist und die Welt ins schwarze driftet? Wenn die Hirngespenster einem versuchen einzureden, dass man das mit dem Freistehen eh nicht hinbekommen wird. Wenn man schon im eigenen Land solche Schwierigkeiten hat, wie soll man das denn im Ausland schaffen? Dass nur Andere das Glück haben, tolle Plätze an Flüssen, Seen, in schönen einsamen Gegenden zu finden.
Ok, in solchen Situationen macht sich dann mein Borderline immer ganz extrem bemerkbar. Mein Schwarz – Weiß – Denken, mein Himmel – hoch – jauchzend – zu – Tode – betrübt. Dann nutzt es auch nichts, wenn man schon 100 mal recht schöne Plätze gefunden hat. Denn der schönste Platz war nicht wie der den man sich, aufgrund der Postings in den diversen Gruppen, erträumt hat. Der tolle einsame Waldplatz mit schöner Aussicht war halt nicht an der See, am Fluss oder am Meer. Und auch nicht in irgendwelchen Felsen, an einer Schlucht oder mit mega geiler Aussicht….

Instagram-Krankheit nennt sich das. Es werden nur die schönsten Plätze, die schönsten Erlebnisse gepostet. Hach, alles ist so toll und wunderschön. Und wenn in dem Moment nur eine etwas einfachere – aber trotzdem schöne – Lösung möglich ist, ist man unzufrieden, unglücklich. Kommt dann ein weiteres Ereignis, wie die Verwarnung, dazu, wird man von Selbstzweifel geärgert….

Sich selbst zu kritisieren und nieder zu machen, geht ganz einfach. Noch besser natürlich, wenn man zusätzlich genervt, gestresst oder müde ist. Dass aber auch die anderen zwischendurch auf Rastplätzen direkt an Straßen gelegen, an Seitenstraßen in Industriegebieten, auf lauten Stadtparkplätzen, vermülltem Schotterplatz oder ähnlichem übernachten, das bekommt man in den seltensten Fällen mit…

Vollkommen von Selbstzweifel gequält, müde und ehrlich gesagt auch weinend, haben wir uns dann zurück zum vorherigen Übernachtungsplatz gemacht und dort auch eine weitere Parkbucht bei den Windrädern gefunden.

Nach einem guten Essen und viel Schlaf, sah die Welt am nächsten Tag sehr wohl wieder schön aus. Und auch die Zuversicht meldete sich mit leisem Stimmchen wieder zu Wort…..

Übrigens: die Instagram-Krankheit betrifft alle Lebensbereiche. Man bekommt Fotos präsentiert von den schönsten Orten, tollen Erlebnissen, toller Kleidung, perfekten Figuren, schönen Menschen. Vermeintliche Schnappschüsse. Dabei ist nicht alles Gold was glänzt! Nicht selten sind die Fotos mit ein oder zwei Filter bearbeitet, zurecht geschnitten, bearbeitet.
Doch genau diese Fotos und der ständige Einblick in das Leben anderer kann auch Schaden anrichten. Psychologen haben heraus gefunden, dass z.B. Instagram zu einer negativer Körperwahrnehmung und vermindertem Selbstbild führen kann, bei manchen Menschen sogar zu depressiven Verstimmungen.

Und daher verspreche ich dir: Unsere Fotos sind nicht gefiltert und bearbeitet. Es sind wirkliche echte Schnappschüsse. Du findest in unseren Berichten viele schöne Sachen, aber auch die weniger schönen und negativen Erlebnisse. Denn die gehören zum Leben dazu!

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